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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
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Telicin.

Lammen würde. Die Gegenpartei betrieb aber den Prozeß.Tencin's Name erregte Aufsehn und reizte die Neugier; manwußie den Tag des UrlheilS; der Prinz Conti, dessen Dos«heit keine Gelegenheit sich zu zeigen verschmähte, nahm einigePairs mit dahin, die ihre Sitze einnahmen; Leute von Standfüllten die lanternes und die Dank der Zen« clu koi. Au«b r i führte die Sache gegen Tcncin; der Streit der Advo«taten gab Tencin's Sache den Sieg, indem ihm der Eid zurerkannt wurde. Er verlangte jetzt zu reden und bet!',euer»,nie wegen der Priorei in Unterhandlung gestanden zu haben,wodurch auch die Unterschlagung wegficl, und erklärte, daß erbereit sei), die Hand zum Schwur aufzuheben, wenn es denRichtern gefiele, um zu beweisen, daß er nie irgend einePfründe verkauft habe. Der Advokat Aubri, der ihn bisdahin haben wollte, foderte ihn zum Schwur auf, und ererbot sich nochmals dazu.Es ist unnöthige Mühe, sagteAubri, hier ist ein vollkommen entscheidendes Dokument,"und las den Verkauf einer Pfründe im Original, mit der Umterschrift des Abbe Tencin vor. Das Dokument ging durch dieHände der Richter, die von Abscheu über die Bosheit erfülltwurden; die Zuschauer entsetzten sich, und erhoben auf Anrei«zung des Prinzen von Conti zu wiederholten malen ein Hohnge«Lächter. Tcncin verwirrt und bestürzt wollte entwischen, wurdeaber von vierKerlen erhascht, die dem Abbe' zur Seite standen,und von seinen Gegnern auf diesen Posten gestellt waren.

Der erste Präsident von Mesme schritt zu der Semtenz, sprach ein hartes Unheil gegen Tencin, und verdammteihn zu einer infamirenden Strafe; hierauf ließ er ihn vortre«ten, und gab ihm öffentlich ohne alle Schonung einen Der«weis. Das Hohngeiächter fing von neuem an: der Abbeschlich sich beschämt fort, und entzog sich der Verspottung desPöbels; das Unheil breitete sich schnell in Paris aus, undjeder andere als Dübois hätte einen andern Agenten fürRom gewählt. Allein gerade dieser war wegen seines Charak-ters und seiner Talente so schwer durch einen andern zu ersct»zen. Dübois ließ ihn den Tag darauf dafür deklariren, umihn den Augen des Publikums zu entziehen.

Die übrigen Abentheuer Tencin's sind bekannt. Er wur«de nachher Erzbischofs von Embrün, Cardinal und Erzbischofsvon Lyon und zwar für das Verdienst, daß er bei einemConcil gegen Soanen präfldirte, den tugendhaftesten Prä-laten der Galiicanischen Kirche, der vom Lasterhaftesten der

Geist,