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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
11
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Stuart.

ii

Ungeachtet dieser Versicherungen ist es doch nach demTode des Königs nicht möglich gewesen, zu entdecken, aufwelche Art der König sein Versprechen erfüllt habe, nnd wodie Acte zu finden sey, die er zur Bestätigung seines Willenshierüber hintcrlasscn habe.

Der König starb im I. 1766; und nun wurde das Loosder Gräfin ein ganz anderes. Sie hielt cs für nökhig, anden Cardinal von C)ork zu schreiben, um ihm über seinenerlittenen Verlust zu condoliren, und ihn um seinen Schutz,seine Huld und besonders um seinen Rath zu bitten, wie siesich gegen den Prinzen, seinen Bruder, verhalten solle. Siehoffte von Sr Eminenz, die für ihre Tochter Charlotte .gemach-ten Dispositionen zu erfahren. Se Eminenz geruhten nicht,ihr auf diesen Brief zu antworten. Er schickte scincst Dan-quier an sie und ließ ihr erklären, daß er die Summen, wel-che der verstorbene König für die Lehrer ihrer Tocklcr bezahlt,einschränkcn, und daß sie zu ihrer Pension nicht mehr als dieHälfte der 10,000 Livers erhalten würde. Sv nahm mander Mutter gerade in dem Zeitpunkte, wo das junge Fräulein,die nun älter wurde, und von ihren Lehrern am meisten pro-fitiren konnte, dabei aber einen großen Aufwand erfodcrte, dieMittel zur Erziehung ihres Kindes. Sie machte hierüberdem Cardinal mit aller Ehrerbietung die lebhaftesten Vorstel-lungen, aber vergeblich.

Kurze Zeit darauf wollte der Cardinal, welcher wußte,auf welchen Fuß die Gräfin vom Prinzen vor dem Publikumbehandelt worden sey, und daß sic für seine rechtmäßige Ge-mahlin gelte, diese Sache ins Klare bringen, und sich vondieser Seite vor allen Unannehmlichkeiten sichern. Er schickteseinem Banquier das Formular einer Erklärung, mit demBefehl, die Gräfin unter den größten Drohungen zu nötbigen,daß sie dieselbe unterschriebe und dadurch erklärte, daß keinerechtliche Vollziehung ihrer Ehe mit dem Prinzen da sey. Die^Gräfin Unterzeichnete in der ersten Ueber, aschung- diese Erklä-rung; aber noch denselben Tag schrieb sie an de» Cardinal,bezeigte ihre Reue und beklagte sich über die Art, wie manihr begegnet sey. Da dieß aber den Cardinal nicht rührte, sosah sie sich genithigt Paris zu verlassen, wo sie nicht mehrdenselben Aufwand machen konnte.

Sie suchte in der Abtei Notes vorne zu Meaux eineZuflucht, wo sie sich nachher immer mit ihrer Tochter aufge-halrcn hat. Der Erzbischoff von Paris, der von aüe» ihre»

Schur-