also geglaubt, daß sich der Herzog du Maine, .zu folgedes Codicills, zuerst der Person des Königs bemacht»,gen und bey der »achherigen Lesung des Testaments,wo er schon die königl. Haustruppen unter seinen Be»fehlen haben würde, das verordnet? System der vor-mundschaftlichen Regierung behaupten würde.
Der Herzog von Orleans vereitelte die klugenAbsichten des verstorbenen Königs. Es wurde nichtallein das Testament vor dem Codicill gelesen, sonderner verlangte such selbst in seiner Anrede an daS Parla.ment, vor Lesung der Urkunde zum Regenten erklärtzu werden. Dieses letzte Verlangen wurde zwar nichtzugestanden; aber nach geendigtem Vorlesen erklärteder Herzog laut und mir Entschlossenheit, daß er inmehrere Artikel nicht mir Ehren einwilligen könne.Sogleich schienen sich die Gcmücher wieder ihm undfeiner Sache znzuwenden, und bald war er mit ein-helliger Stimme zum Regenten während der Minder-jährigkeit des Königs erklärt.
Zufrieden, der Hauptsache versichert zu seyn, undvon diesem glücklichen Erfolg der Sache, ohne Zwang,ohne Streitigkeit überrascht, erkannte der Regent an-fangs die Äucoricäk des Regentschaftsrakhs, welchendaS Tesiamenr constituirte. Die Frau von Skaal sagtin ihren Memoires: daß ein kluger, dem Herzog vonOrleans sehr ergebener Freund ihm geschickt ein Brlletzuzustecken wußte, worin er ihm nech, um seines Bestenwillen die Sitzung aufzuheben. Wahr ist, daß siewirklich aufgelößt wurde, worauf man sich am Abendvon neuem versammlete. So hatte der Regent Zeitgenug, Athen, zu schöpfen, seine Plane nach dem mo-mentanen Zustand der Sachen einzurichten und sichvorzubereiten, in einer Rede die Gefahren einer ge-theilten Gewalt zu zeigen.