Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
227
Einzelbild herunterladen
 

sich schon eine mächtige Parthei gebildet, zu der er suchdas Parlament und den Kardinal von Nvailles gezo-gen hatte. Die Zeugen seiner kriegerischen Tapferkeitwaren ihm zugechan, alle Gemüther schienen ihmgünstig.

Der Herzog fand in der Thar die Stimmung derGroßen des Reichs, die ihm behülflich seyn konnten,sehr zu seinen Absichten geschickt. Die absolute Gewalteiner sieben und siebzigjährigen Regierung hatte allerWillen gebeugt und sogar dem größten Theil der Höf-finge und der Großen des Reichs den Much benom-men. Jh" Energie und Tapferkeit in der ArmeeFoniite sich nicht in der Hauptstadt und noch wenigeram Hofe behaupten. Der erste Präsident de MeSmeswar, trotz seiner besonders, Verbindungen mit dem Her-zog Marne. der erste, der sich gewinnen ließ. Ecwar ein großer Höfling und ein mittelmäßiger Mensch,dem Bericht der Frau von Staat nach, dis ganz dazugemacht war, ihn zu kennen. Er hatte angenehmeTalente, aber einen schwachen furchtsamen Geist undwar voll von jenen Fehlern des Herzens welche treuzu seyn hindern. Er verließ also die Parthei deS Her-zogs Maine, seines Freundes, und gieng zum Her-zog von Orleans über.

Hr von Voltaire behauptet, der Marquis vonCanillac habe mit einigen Vertrauten des Prinzen denPlan der vormundschaftlichen Regierung entworfen.Wie dem auch s-v, so ist gewiß, daß man mehrereVersammlungen, bey Tag und Nacht, hielt, um sichaus die Revolution vorzudereiten , welche der Tod desKönigs herbepführen sollte; ja eS gab sogar gegensei.tige Uebereinkünfte zwischen dem Herzog und den OberndeS Parlamentes, worin auf die Ereignisse Vorberei-tung getroffen und die gerechten Ansprüche drö Prin-zen begünstigt wurden. ^

Ps Der