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Heimniß in Rücksicht seiner testamentarischen Verfü-gungen. Er schien unempfindlich gegen die Sorgfalt'dieses Prinzen,, der ihm nichts als die folgenden Worteentlocken konnte: „Ich habe niemals die Absicht ge-habt, Ihre Rechte zu schmälern, noch der Freundschaftfür Ihre Person zu ermangeln. Mein Testament wirdes Ihnen beweisen. Ich habe Ihnen alle Rechte,die Ihnen Ihre Geburt giebk, gelassen."
Merkwürdige immer zweifelhafte Worte, welcheder Prinz dem Parlamente vor Eröffnung des königli-chen Testamentes zu referiren die Vorsicht hatte undzu Durchsetzung seiner Entwürfe zu benutzen wußte.
Indessen ließ sich der Herzog von Orleans vonden Worten des Königs nicht tauschen. Das alte Be-tragen des Monarchen gegen ihn und die Erklärung derMarquise von Maintenon überzeugten ihn zum vorausvon der Beeinträchtigung seiner natürlichen Rechte,welche das Testament mit sich bringe. Er drang we-gen dieser Sache nicht weiter in den Kranken, der festbey seinem Sinne und geheimnißvoll blieb; aber ertrafMaaßregeln, um durch Negotiationen zu erlangen,was ihm das Testament raubte. Er offenbarte sich indieser Rücksicht dem Abbe DüboiS, dem Vertrautenseiner Vergnügungen, so wie seiner geheimen Angele-genheiten. Er sah den Herzog von NoailleS wieder zusich zurückkehren, der alte Vergehen gegen den Herzogvon Orleans wieder gut machte und seine vorige Feind-schaft bey ihm in Vergessenheit bringen wollte. DerHerzog von Guiche, Colonel der französischen Garden,versicherte ihn der Officiere dieses CorpS. MehrereColonels versprachen ihm ihren Beystand und die vor-nehmsten Mitglieder des Parlamentes schienen ihmgänzlich ergeben.
Sein