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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
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behaupten Habs, und um sich auf jedes Ereigniß vorzu-bereiten, ließ sie einen Rath zusammen kommen, be-stehend aus dem Herzog Maine, dem Grafen vonj Toulouse, dem ersten Präsidenten de Mesmes, Male«sicu und Valincourt, Den Freunden ihres Hauses,i Der Herzog Maine vermied noch jehr gesckiät denBestand des Testamentes wißen zu lassen. Man sah,daß man nicht mehr darnach forschen könne, da er eS^ nicht wissen lassen wolle; und wurde beschlossen nurzu fragen, ob das Testament den König von Spanienzur Thronfolge rufe. Die Antwort des Monarchenwar, daß er nicht zurückgerufen werde, was nothwemdig die Vermuthung veranlaßte, daß der Herzog vonOrleans zum Regenten von Frankreich erklärt sey, ver-möge VeS Rechts seiner Geburt.

Der Herzog von Orleans seiner Seits versuchteolle Mittel, um sich davon zu unterrichten. Man sagtsogar, daß die Favoritin sich ein Verdienst daraus-nachte, ihm sie anzuzeigen, indem sie einsah, daß ihmLoch am Ende die Kraft seines Geistes unfehlbar dieRegentschaft geben würde, kroß den Verfügungen desKönigs. Dieser Kunstgriff war für sie in allen Fällenvon Nutzen. Einestheils schien sie die Gunst einesPrinzen zu wünschen, dem sie übel beym Könige mit-gespielt hatte, und anderntheilS kam sie seiner Rachezuvor; sie entdeckte ihm also das Geheimniß des Testa-mentes, aber vielleicht in so unbestimmten, zweydeu-tigen Ausdrücken, daß der Prinz sich für gänzlich un-unterrichtet von einem so wichtigen Gegenstände hal-ten mußte.

Indessen schien der Herzog Maine, von derHauptsache des Testaments versichert, gewiß, daß derKönig von Spanien nicht zum Regenten erklärt sey,und vermuthend, daß der Herzog von Orleans, wel-

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