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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
216
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smnung gegsn denHprzoqvonOrleans und semersiebezum Herzog du Maine und zum Grafen von Toulouse,/einen besvoders geliebte« ckMitimrrten Bindern mehrMtsprach.,^ Er':U«terzeichvete sein Testament den 14Äugust 1714 und scbrckte es versiegelt dem ParlamenteLU, damit es nach seinsm ^ode eröffnet und executirtwerden sollte. -Das Testament wurde.in einem dickenThurme, nicht »veir von der Püvette, aufgehoben undFingemauers, " ? .,

Die Geschichte seiner eignen'Regierung hatte ihnIndessen gekehrt, daß dieses Corps eine solche feierlicheUrkunde des letzten Willens der Könige annullirenkönne; aber der allgemeine Gehorsam aller Stände derWürger hakte ihn gänzlich verblendet. Wenig Perso-»len erinnerten sich noch an den Anfang seiner Regie--.rung und man war so daran gewöhnt, ihm zu gehor-chen, daß er sich bereden ließ (trotz der geheimen Ah»Ming , die er hatte und äusserke), daß man sich nach.feinem Tode seinem letzten Willen unterwerfen werde.

Der Herzog von Orleans, fein, gewandt wie erwar, erkundigte sich überall und suchte die Gesinnungendes Monarchen zu erforschen; aber man bewahrte indieser Sache noch das vollkommenste Geheimniß; derHerzog Maine selbst, der Liebling des Königs undder Favoritin, hielt sorgfältig geheim, was zu seinemVesten geschehn war, selbst gegen die Herzogin, seineGemahlin, die thätiger und ehrgeiziger, vermittelst-der Marquise von Maintenon, oft in ihn drang, daßer es ihr wissen lassen möchte; aber der Prinz schienzu fürchten , daß ihr diese Kenntniß eine allzu schwerefast werden Möchte, und blieb undurchdringlich.

Die Herzogin sah ein, daß ihr Bemühen frucht-los sey. Um zu wissen, was für ein Betragen sie zu

be-