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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
206
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Paris, ebenfalls einer Abhängigkeit müde, dieso erniedrigend gewesen war, schöpfte freier Athem, inder Hoffnung auf etwas mehr Freyheik, und in derFreude, die Autorität so vieler, die sie mißbrauchten,endigen zu sehen. Die Provinzen, vorher über ihrenRuin und ihre Vernichtung in Verzweiflung, warenneu belebt und voll Freude.

Die Parlamenter und alle Arten von Gerichts-Höfen, die durch Edicte und illegale Evvcationen ver-nichtek waren, hofften, die ersten, eine wichtige Rollezu spielen, die andern, sich wieder befreit zu sehn. DaSVolk, zu Grunde gerichtet, unterdrückt, in Ver-zweiflung, dankte Gott, mit zu lauter Freude, füreine Befreiung, an welcher seine heiffesten Wünschenicht mehr zweifelten.

Die Ausländer, froh, endlich nach so vielen Jah-ren eines Monarchen loS zu. feyn, der ihnen so langeGesetze gegeben, der ihnen im Augenblick, wo sie ihnsicher zu erdrücken glaubten, durch eine Art von Wun-der entgangen war, hielten ihre Freude mit mehr An-siand zurück, als seine eigne» Unkertha^en. DieWunder der drey ersten Viertel dieser mehr als siebzig-jährigen Regierung, und die persönliche Seelengrvßedieses Königs, der anfangs so glücklich, und endlichim letzten Viertel seiner Regierung vom Glücke so ver-lassen war, hatte mit Recht ihr Erstaunen erregt; sieschätzten eS sich zur Ehre, ihm das nach seinem Tobe zu-zugeflehn, was sie ihm in seinem Le.ben so standhaftverweigert hatten. Keiner der fremtzen Höfe zeigteseine Freude; alle machte» sichs zum Geschäft, sein An-denken zu rühmen und zu ehren. Der Kaiser ordneteHoftrauer an, wie um einen Vater; und obgleich