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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
201
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gar den König ohneMeffs sieß und wenn Charost nichtgewesen wäre, gar nicht mehr daran gedacht wordenwäre, obgleich der König bey vollem Bewußtfeynwar, und, wenn man es ihm vorfchlug, seinen Wunschsie zu hören zu erkennen gab : denn was den Kopf be-traf, so war er bey vollkomumer Gesundheit.

Der Herzog Maine zeigte auch die ganze Gütefeines Herzens gegen einen Vater, der ihm alles auf»geopfere hatte« Er befand sich bey der Consulcationdes aus Provence kommenden Mannes, der dem»nige fein Elixier gab. Fagon, gewohnt als Arztdas erste Wort zu führen, fand in diesem Manneeine Bauerngrobheit, die ihm sehr übel mikfpielte.Der Herzog, der nichts mehr vom Könige zu erzwin-gen hatte, und sich schon für den Herrn des König-reichs hielt, erzählte am Abend auf feinem Zimmerfeinen Vertranken mit jener Possierlichkeit und jenemfeinen Spott, Len er so gut verstand, wie dieser Lüm-mel in der Medicrn das große Wort führe und wieFagon, voll Erstaunen, Aerger und Demüthigung,das erstemal in seinem Leben von seiner Kunst undseinen Hoffnungen verlassen, auf feinen Stock brumme,und sich nicht ein Wort.hcrvorzubringen traue, umuicht noch wpS ärgeres zu erfahren. Dieser gute zärt-liche Sohn erzählte ihnen dieses Abentheuer so spaS-Haft, daß alle und auch er, in ein anhaltendes lautesGelächter ausbrachen. Das Uebermaaß der Freude,der Allmacht, der Befreyung von jeder Fessel, der Er-füllung feiner Wünsche so nahe zu seyn, hatte Hu ver-gessen lassen, welch eine Unanständigkeit dieß fty, wo.von die Antichambern und selbst die Gallerie Zeugewaren , ans welche dieß Appartement in einem Stocksmit der Capelle, zunächst stößt, mW wo die Vorüber-gehenden, viele der AiiAesehnern, dieses Lachen hörten.

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