gewährte er das rührendste Schauspiel: und was ihnbewundernswürdig machte, daß er sich stets ganz undimmer als denselben behauptete. Gefühl seiner Sun.den ohne Schrecken; ein Vertrauen zu Gott, wennman es sagen darf, ungetheilt, ohne Zweifel, ohne Un-ruhe, auf die Barmherzigkeit und das Blut Jesu Chri.stj gegründet; eine gleiche Entsagung in Rücksicht sei.rreS persönlichen Zustandes und besten Dauer undSehnsucht nach Duldung und Leiden. Wer bewun-dert nicht einen so erhabenen christlichen Glauben? aberwer schaudert auch nicht? Nichts war einfacher undkürzer als sein Abschied von seiner Familie, nichts de-mükhiger ohne Vergebung seiner Majestät alS sii» Ab-schied von den Hosieuten, der noch rührender als jenerwar. Was er dem künftigen Könige sagte, hat ver-dient aufbcwahrt zu werden; aber es ist nLchhet mitzu viel Schmeichelet) ansposaunt worden, worin derMarschall von Villeroy den Vorgänger machte, derdiese Worte 'über sein Bette hieng, so wie er immerauf seinem Zimmer, und selbst bey der Armee, einPorträt des Königs bey^stch hatte, Und so wie er im-mer, dem Könige gegen über, bey den Lvbsprüchenweinte, die ihm die Prediger auf der Kanzel zu machenpflegten.
Der König sprach kn der Rede an seinen Nachfolgervon seinen Gebäuden, seinen Kriegen, schwieg aber vonseinem Luxus Und seinen Verschwendungen; er hütetesich ihm etwas von seinen unglückseligen Liedeshänvelnzu sagen, ein Artikel, der mehr als alles andere am Platzegewesen wäre. Aber wie sollte er auch in Gegenwartseiner Bastarvsöhne davon sprechen, deren entsetzlicheGröße er in den letzten Urkunden seines Willens voll-endete? Bis jetzt, wenn man diese auffallende lieber-gehung und ihre noch schrecklichere Ursache ausnimmt»