Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
190
Einzelbild herunterladen
 

zog Maine zum Untcrgouverneur des künftigen-nigs zu empfehlen, als einen verkauften, alles fähigen,Menschen.

Ich Habs nicht erfahren können, wer Ioffreville'sWahl zum andern Untergouverncur bewirkt hakte; aberer war zu sehr Mann von Ehre, um ein Amt anz»<nehmen, wo er sich verkaufen mußte; er entschuldigtesich. An seine Stelle wurde Russe gewählt: er nanntesicb DameS, der er nicht war; arm und von wenigEinsicht sah er nur sein Glück und einstweilen seinenUnterhalt vor sich und merkte nicht die Gefahren seinerStelle.

Er hatte alles sein Vermögen im Lande DombeS,was ihm die beständige Protection des Herzogs duMaine versicherte; aber cr sah nichts als die Schalevon den Dingen und nahm das Anrt trotz seiner angeb-lichcn Geburt an. So wurden alle übrige gewählt;und Frau von Maintcnon besonders sorgte für ihr In-teresse durch die Wahl Flsury's, der deswegen FrejuSquitkirt hatte uns ganz ihren Absichten entsprach. Un-ter solcher Umgebung hielt sich doch der Herzog LuMaine noch nicht für gesichertgenug; aber dafür sorgtedas Codicill, das so wenig Tage vor dem Tode desKönigs verfaßt lind sein letztes Werk und Las letzteOpfer war, das er dem Abgott der Liebe zu seinen le-gitimiccen Kindern brachte. Es ist nöthig, daß wires wiederholen, indem diese letzte Acte den ganzen Ci-vil- und Milirärerat des Königs einzig dem Herzog duMaine und nach ihm dem Marschall von Villervi un-abhängig und mit Ausschluß vom Herzog von Orleansin die Hände gab; so Laß dieser in nichts über ihn ge-setzt war und ihm nichts zu befehlen hatte, die beydenDlrectorcn der Erziehung aber in allen Dingen unab-hängig waren, wodurch sie die Gebieter von Paris und