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Projekt von der Person, die es erzeugte und dessenAusführung so dringend betrieb.
15.
Nach allem, was wir gesehen haben, glaubteman, daß die testamen tarrschen Verfügungen des Kö-nigs zu Gunsten seiner legitimirten Kinder seyn wirr-den: er war seinem Neffen, dem Herzog von Orleans,so sehr abgeneigt, und diese Gesinnung wurde in ihmdurch den Herzog dü Maine und durch die Frau vonMaintenon so sorgfältig genährt, Laß er das Joch,das er sich von ihnen hatte auflegen lassen, tragenmußte. Wir haben die unwillkührlichen Aeusserungenseines Widerwillens, seines Verdrusses und seiner Reuegesehen; aber er konnte ihrem Andringen in Rücksichtdes Testamentes nicht widerstehen; sie erzwangen vonihm, was sie wollten: und^sein Nachfolger und soviel an ihm war, sein Königreich wurde aufgeopfert.
Alle die zum Voraus zur Erziehung des künftigenKönigs bestimmten Wahlen hatten keinen andern Grund,als das Interesse der legitimirten Kinder und nichtsweniger als einen andern. An der Spitze stand derHerzog dü Maine und unter ihm der Marschall vonBilleroi, das zu diesem Amt untauglichste Subject inganz Frankreich. Noch dazu war er zu dieser Zeit einund siebzig Jahr alt und der Prinz, zu dessen Gou-verneur er bestimmt war, war erst fünf und ein halbJahr. Säumen, ein sehr unwürdiger Untergouver-neur des Herzogs von Burgund, der unter dem Vor-wand einer Badekur sich wohl gehütet hatte, ihn zurCampagne nach Ryssel zu begleiten, hatte bey seinerRückkehr zu Gunsten Vendome's, an dessen Cabale ersich öffentlich angeschloffen hatte, die Probe seiner Bü-berey abgelegt. Dieß war genug, um ihn dem Her-
Zog