„trag, Wieden, den ich habe, erfüllenzu müssen: der„König hak mir besohlen, Ihnen zu sagen > daß Sie„ein Schurke seyen, daß Hr Colbert ihn davon unter-„richtet habe und daß er Ihnen nur seinetwillen Gnade„«»gedeihen lassen will; aber daß Sie sich binnen hier„und vier und zwanzig Stunden in Ihr Haus nach„Maillebois begeben, das Sie nie verlassen und keine„Nacht ausserhalb bleiben dürfen, und daß Sie Ihre„Stelle als Intendant der Finanzen niederlegen sollen,„über die der König schon dispvnirt har." Desmarerswar wie vom Donner gerührt, er wollte den Mundöffnen, aber Pelletier verschloß ihn bald mit den Wor-ten : „Gehen Sie, Hr DeSmaretS, ich habe Ihnen„nichts weiter zu sagen," und kehrte ihm den Rücken.Der Brief des sterbenden Colbert an den König legteseiner ganzen Familie Stillschweigen auf, so daß Des-maretS von aller Protection entblößt, nichts thunkonnte, als die Niederlegung seiner Stelle zu unter-zeichnen und nach Maillebois zu gehen. Hier lebte erdie ersten vier oder fünf Jahre, ohne die Freiheit zuhaben, eine Nacht ausserhalb zu bleiben, und mußtedie volle Verachtung der Nachbarschaft und die Miß-handlung eines gemeinen Adels ertragen, den er ehe«mals so stolz behandelt hatte, und der sich jetzt in sei-ner Ohnmacht mit Freuden für die Härte rächte, dieer in der Zeit seines Glücks an ihm ausgcübt hatte.Er erhielt endlich die Erlaubniß, sein Haus verlassenzu dürfen, ohne jedoch ausserhalb zu übernachten; nach-her kurze Reisen nach Paris machen zu dürfen, spaterlängere und wiederholte, und endlich daselbst bleibenzu dürfen, ohne sich aber an de» Hof zu nahen. Indieser Lage befand sich DeSmaretS, als Chamillard mitgroßer Mühe die Erlaubniß erhielt, sich seiner Einsich-ten bedienen zu dürfen und ihn in der UntersuHiing derFinanziers arbeiten zu taffen, auö der sich nach geschlos-^ jener
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