Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
175
Einzelbild herunterladen
 

»75

Chateauneuf und mehrere andere Arten von Bestßiin-qen; er hatte das von d'O, dem Sürincendanken derFinanzen Heinrichs IN und Heinrichs lV, erbauteSchloß sehr verschönert; er hatte das da;» gehörigeDorf ans eine andere Steile versetzt/ um seinen präch.tiq gewordenen Park ;» verschönern und zu erweitern»Dieser Aufwand, der sein Erbtheil, die Ausstattungseiner Frau und das Einkommen feiner Stelle weitüberstieg, gab zu mancherlei) Gesprächen Anlaß. Ekwurde endlich beschuldigt, daß er bey Schiagirng devdrey und ein halbes Sousstücke Ungeheuern Unterschlaggemacht habe. Dieß Gerücht kam endlich Colbcrt zuOhren, der die Sache untersuchen wollte, aber plötz-lick in die Krankheit-verfiel, an der er starb. Warenes Beweise, Ahndungen oder Mißiaune, ich mag nichtentscheiden; aber gewiß ist, daß er auf seinem Sterbe-bette an den Kvmg sehr nachchc-ilig von seinem Neffenschrieb, ihn bat , denselben von den Finanzen zu ent-fernen, und ihm den gehaßigsten Argwohn gegen ihnbeybrachte.

Nach ColbertS Tode, als Pelletier, ein Geschöpfvon Louvors, diesem Minister, so wie Hrn le.Aeliier, seinganzes ieben unbedingt ergeben, Generalcontroleur ge-worden war, gab ihm der König Befehl, Desmaretsmir öffentlicher Beschimpfung zu verabschieden. DaSwar für ein Geschöpf von LvuvoiS Wasser auf,dieMühle. Er ließ Desmarets vor sich sodern und wähltedie Zeit einer öffentlichen Audienz. Hier in Gegen«war: aller Finanzbcdienten, dis acht Tage vorher nochkriechend und zitternd vor ihm standen, in Gegenwartaller der Menschen, die den Generalcoukrol-nr zu spre-chen gekommen waren, redete er ihn ganz laut, daßkeiner ein Wort verlieren möchte, mit folgenden Wor-ten an:Hr Desmarets, eS thur mir leid, einen Auf-

/-trag