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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
151
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eine jede sich zu behaupten und die andere zu demüthi-gen durch die mächtigsten Triebfedern der Ehre, desInteresses, der Gefahr getrieben seyn würde; daßdann niemand der Notwendigkeit, Parthey zu nehmen,entgehen könne, und daß die Wahl einer jeden vonHeyden, tausend Gefahren und tausend vielleicht ge»gründete Hoffnungen biete. Alle Privatleute seufztenschon zum voraus über ihr Schicksal, über sich selbst,über den dem Ehrgeize der Partheyen preißgegebenenStaat. Das Haupt der gerechtesten oder vielmehr derallein gerechten hatte man zum Abscheu gemacht; dasHaupt der andern, alle erkannten dafür den Herzogdu Maine, war nicht weniger aller Abscheu durch seinenzügellosen Ehrgeiz- der ihn bis zurUsurpation der Thron-folge getrieben, und von, welchem er gespornt, nach desKönigs Tods gegen den Regenten auftresen und Ältar ge-gen Altar ausrichten zu wollen drohte; eine Aussicht, wel-che alle Gemächer empörte und die schrecklichsten Folgenzeigte. Man stellte eine Vergleichung zwischen den gehei-ligten Rechten des einen und den nichtigen des andern,zwischen den Versprechungen beydcr an.,, die man vonbeyden Seiten verhaßt fand: aber die Tapferkeit, daSerlittene Unrecht, Vas Recht des Blutes gab den Aus-schlag gegen die Sache des Herzogs du Maine. Ichspreche hier nur von dem großen Haufen, der wenigunterrichtet, nur nachdem ersten Augenschein urtheikte.Wie weit mehr galt dieß von dem besser, unterrichtetenThe'l, und der keinen Grund Histte^ die Neutralitätzu verlassen. Diese Betrachtungen, welche mehr oderweniger starken Eindruck machten,,erzeugten jene Kla-gen, jenes Murmeln, das, obwohl von der Furcht ge-dämpft, doch nicht »»gehört blieb. Was die Ver-nunft rietst, was die angesehnsten wünschten, warnichts weniger als ein versiegeltes Testament, das al-

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