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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
150
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zusch ließen, daß das Gemurmel nicht bis zu ihm rei-chen konnte. Sie bestrebten sich daher mehr als jeihm zu gefallen, ihn zu unterhalte^ und die Lobspruche,die Freude, die Bewunderung des Publikums über eineso gryßmüthige, so erhabene/, und zugleich so weise, fürdie Erhaltung der guten Ordnung und der öffentlichenRuhe so nochwendige Handlungvor ihm erschallen zu lastAn. Jene Bestürzung war aber sehr natürlich, und umso mehr sah sich der Herzog Maine getäuscht und inVerlegenheit. Er hatte alles voezuberciten, jedenWeg zu ebnen geglaubt, wenn er den Herzog von Or-leans so verdächtig und verhaßt machte. Es war ihmwirklich gelungen, aber er glaubte es noch weit mehr,als eS in der That war. Seine Emissärs und seineeignen Wünsche hatten ihm alles vergrößert und exwar von dem größten Erstaunen betroffen, als stattdes öffentlichen Beyfalls, der, wie er sich'geschmeichelthatte, die Nachricht vom Testamente begleiten, würde,gerade das entgengesetzte statt hakte. Man sah zwarklar, baß das Testament gegen den Herzog von Orleansgerichtet war, denn hätte man ihm nicht eins versetze»wollen; so brauchte es gar keines, man brauchte nurdie Sache ihren Gang gehen zu lüsten. Eben so we-nig hatte sich die mit so vieler Kunst und Unhalksam-kit verbreitete Meynung und Stimmung gegen den,Herzog von Orleans verloren: aber so nachtheilig mauauch von ihm denken, welche Stimmung man habenmochte, so war man doch nicht so verblendet, daß mannicht gesehen hätte, daß ec vermöge deS unstreitigenRechtes seiner Geburt, das die Disposition deS Testa-mentes nur durch Entgegenstellung einer der seinigengewichthalcenden Gewalt entkräften konnte, nothwen«-digcr Regent sey; man sah ein, daß dadurch zweyPartheyen im Staate gebildet werden würden, wovon