werden sehen, daß der Monarch, der sich vor vre.len andern in seiner Gewalt hatte, sich über dasnämliche und. über sein Testament noch weniger zu.rückhielt.
Einige Tage vorher, ehe diese Neuigkeit auskam,war er mit den beyden legitimieren Prinzen in Gegen-wart des kleinen inner« Zirkels der Valets, d'AntinSund d'O's in seinem Cabinet. Noch voll von Unwillenüber den Erceß deS ihm von seinen legitimirtcn Kindernabgezwungenen vollen Standes und Rechtes als Prin-zen von Geblüt und der Fähigkeit zur Thronfolge, saher sie beyde an und sagte auf einmal mit einer Mienevoll Verdruß und Aerger, indem er mit sinsterm Blickedie Rede an du Maine wendete: „Ihr habt es ge-„wollt; aber wenn, statt daß ich euch jetzt noch so groß„mache und ihr eS bcy meinem Leben seyd, ihr nach„meinem Tode nichts seyd, so mögt ihr dann sehen,„wie ihr das geltend macht, was ich für euch gethan„habe, wenn ihr könnt.'/ Alle Anwesenden fuhren bet)dem so unerwarteten Donnerschlag zusammen, der soganz dem Charakter und der Gewohnheit des Königsentgegen war, und wodurch der Ehrgeiz des Herzogsdu Maine und die Gewalt, die er der SchwachheitdeS Königs angelhan, der sich dieselbe so wie dem le-gitimieren Sohne seinen Ehrgeiz und Ungestüm vorzu-werfen schien, in voller Blöße dargestelic wurde. Jetztwar dem geheimen Zirkel, der bis dahin so erstaunt undbetroffen, und wegen der in diesem Zirkel so offenbarbemerkten Veränderung des Herzogs dü Maine (wo-von wir gesprochen haben) so besorgt gewesen war, dieHülle weggezogen; und das, was zwei) Tage nachhergeschah, machte vollends alles klar. Die Bestürzungdes Herzogs dü Maine bey diesem Harken Ausfall desKönigs, den kein sich darauf beziehendes Wort veran-