135
den Testator und die neuen Stufen der Macht, zu de-neu sie sich in der Folge erhoben haben würden, grün-deren ihre Hoffnungen. Nicht als ob der Herzog duMaine nicht das gewöhnliche Loos ähnlicher Sicherungs,mittel hatte voraussehen können; oberer war auch nichtin dieser Rücksicht im gewöhnlichen Falle, da er so vieleKunstgriffe und Maschinerien von.lange her künstlichangelegt und unterhalten hatte. Er hatte den Königund das Publikum die schrecklichsten Dinge vom Her-zoge von Orleans glauben gemacht, was ihm am mei-sten nützlich seyn konnte; jetzt war die Zeit, die Früchtedavon zu erndten. Dieß bestand darin, daß cr die Dis-Position, in welche er den König versetzt, benutzte undihn um seines Gewissens willen zum Besten des einzigenSprößlingS, der ihm unmittelbar auf dem Throne fol-gen sollte, und um des Königreiches willen zu folgendemzu bewegen suchte: r) daß er so viel als möglich dieMacht eines verdächtig gewordenen Prinzen schwächte,dem vermöge der Renunciakionen niemand als dieserSprößling in seiner frühsten Jugend den Weg zur Kro-ne versperrte; 2) daß er, in Ermangefung von Prin-zen von Geblüts von gehörigem Alter, seine legitimirtenKinder mit der dem Regenten entzogenen Macht beklei-dete; den Herzog dü Maine zum Vormund und rrn-Nmschrätikten Herrn dieses kostbaren Sprößlings mach-te, ihn nur mit Personen, die dem Herzog dü Maineergeben, umgäbe und ihm über diese und den ganzenCivil- undMilitäretat alle vom Regenten unabhängigeMacht erkheilte. Der Herzog hatte Ursache sich zuschmeicheln, daß die durch seine Sorge am Hofe, inParis, in den Provinzen, von dem Herzog von Or»Icans verbreiteteMeinung durch diese entehrenden Dis-positionen mächtig verstärkt werden würde; daß alles,statt Anstoß daran zu nehmen, seinen Beyfall dazu ge-ben würde; daß cv auf diese Art als der Wächker undl Az Br-