mit sorgfältiger Vermeidung alles bestimmten; und da.durch hätte er den Herzog dü Maine in das größteSchrecken und die größte Verlegenheit gesetzt und demKönige und der Frau von Maintenon große Mäßigung«uferlegt; aber so loszubrechen nahm ihm jede Waffeaus der Hand. Ei» öffentlicher erklärter Feind ist weitweniger zu fürchten, als unglücksschwangere Minen un-ter Den Füßen; ein Feind besonders auf einem wanken-den Throne , Der damals jedermanns Unwillen reizte;ein Feind von so wenig Muth, und dessen Angriffe nurin der Dunkelheit geschahen, womit er sich und seineBubenstücke zu umhüllen pflegte: und der König hättetrotz seiner Zärtlichkeit für ihn und seiner Schwäche fürFrau von Maintenon in Rücksicht auf den Herzog vonOrleans gegen ihn mehr auf seiner Hut seyn müssenund nicht wagen dürfen, ihn nach einem solchen Vor-fall noch mehr emporzuheben. Seine ganze Sorgewürde darauf gerichtet gewesen seyn, sie unter sich zubesänftigen und Tätlichkeiten zu verhindern. Dießwar vomHerzoge dü Maine gegen niemanden zu fürch-ten; wie viel weniger gegen einen königlichen Enkelvonder Tapferkeit des Herzogs von OrleanSl Der Grafvon Toulouse liebte und schätzte seinen Bruder nicht,verabscheute seine Schwägerin, und wurde von beydenfür nichts geachtet; Tapferkeit und Ehre besaß er viel;aber es ist sehr zweifelhaft, ob die eine ihm erlaubt ha-ben würde, die andere bey dieser Gelegenheit aus Liebszu seinem Bruder zu brauchen; zuverlässig würde derKönig bcyzeiten die wirksamsten Befehle zu Vermci-düng jedes Duells in diesem so verhaßten Handel gege.ben haben, wo sein Neffe, woher auch das Gerüchtkam, auf das grausamste beleidigt war. Der Königwürde dem Grafen von Toulouse nicht eine Thorheithaben begehen lassen, deren Folgen gränzenlos gewesenwaren und die den letzten Rest seines Lebens untergra-
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