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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
120
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hakte; er lebte in anerkannter Sitkenlosigkeit unvIrre-ligiou; gleich reich und'geizig; von einem Ehrgeiz be-sessen, der nur feinen Zweck zu erreichen suchte, undfür den alles dazu gut war; insolent auf den höchstenGrad; selbst gegen den Herzog von Orleans, der vonden Zeiten her, wo er mit dem Chevalier de Lorraine,Lessen verdammte-Seele er war, Monsieur feinen gan-zen Hos und okt feine Geschäfte, mit dem Herrscher»stabe regierte, ihn zu fürchten und seinen Geist zu be-wundern gewohnt war. Mit so viel Lastern , die derNeigung und den; Charakter des Königs und der Frauvon Mainteno» ganz entgegengesetzt waren, war erDoch willkommen und wurde von ihnen mit Auszeich»rnmg behandelt, weil er mit dem Chevalier Lorrainedazu geholfen hatte, Monsieur zur Heyrath feines Soh-nes zu bewegen und den letzten mit Hülse deö Abbe»boiS dazu zu bringen; und weil er natürlich mit derHerzogin von Orleans immer in gutem Vernehmen ge»standen hatte. Er hatte sich im Stillen an den Herzogdu Maim- verkauft; und durch feine alte intime Freund-schaft mit dem Chevalier von Lorraine, der von jeherDer intimste Freund des Marschalls von Villeroy gewe-sen war, wcu» er auch dessen Freund geworden undwurde von ihm bis zur Bewunderung verehrt. DerRath, den er dem Herzoge von Orleans gegeben hatte,war für einen Menschen von fo viel Verstand und Welk-kenntniß so schlecht, daß er mir sehr verdächtig vorkam:Denn durch das geratheneVcrsahren setzte sich der HerzogDen geringsten Leuten, dem schlechtesten Bedienten gleich,statt daß er es im hohen Stile als ein Prinz von sei-nem Range, an dem kein Verdacht zu hasten vermag,und der voll Würde jedem Beweise, jedem ScheineTrotz bietet, hätte nehmen sollen. Hätte er die Pa-rallele zwischen seinem Interesse und dem des Herzogs Maine den Augen des Publikums genau und offen

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