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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
118
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IZ.

Von der Zeit an, wo der Dauphin in Gefahrwar, verließ ich mein Zimmer nur auf Augenblicke, umden König zu sehen, und die Nachmittage brachte ichzu Versailles auf dem Zimmer des Herzogs von Beau»villierS zu, der fast gar niemanden sah, da er sehrkrank und vom tiefsten Schmerz durchdrungen im Bet»tc lag»

An einem Abende, als ich von ihm zurückkam, ließmir die Herzogin von Orleans sagen, ihr Gemahl undsie sehnten sich sehr mich zu sehen und sie bäten bcyve,daß ich doch zu ihnen kommen möchte, weil sie nur et»was dringendes zu sagen hätten. Ich harre sie seit denunglücklichen Todesfällen nicht wieder gesehen, und ob-gleich Marechal mit mir gesprochen hatte, so war ichdoch nicht genug Herr meines Schmerzes, um irgendwohin zu gehen und gleichen Schmerz zu treffen. Ichbefand mich nickt in dem Zustande, um zu denken undzu sprechen; mein Geist war so niedergedrückt, daß ichkeine Idee mehr hatte, was bey einer so entsetzlichenund so rollen Verläumdung, rm Schoose der wärmstenGünstlingschaft geschmiedet, zu khun wäre. Ich ließdaher den Herzog von Orleans und seine Gemahlinbitten, daß sie so gefällig seyn möchten, mir bis denandern Morgen Zeit zu lassen.

Ich grenz nun wirklich zu ihnen und fand die Her»zogin von Orleans trostlos. Sie sagte mir, der Mar,guiS von Efstak sey gestern AbendS von Paris gekom«men und habe ihnen von den daselbst allgemein vei brei-teten abscheulichen Gerüchten und von dem allgemeinenEindruck, den sie machten, erzählt; daß der.König undFr. v. Mainkenmr nicht allein dem Berichte der Aerzteglaubten, sondern auch von allem überhaupt überzeugt

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