Der Herzog von Nvaillcs war kn der gefährlich-sten jage« Er hatte den Dienst; er befand sich daheroft in Augenblicken der Einsamkeit bey dem Könige undFrau von Maintenon. Je mehr er sich mit ihnen imVorcheil sah, desto mehr fürchtete er, ihnen zu mißfal-len, i.md desto eifriger suchte er sich wieder mit ihnen zuversöhnen. Beyde ließen oft in seinem Beyseyn Aeu»ßerungen fallen, an denen er keinen Theil zu nehmenwagte, weil er sich nicht wieder mit dem Herzog vonOrleans entzweysn wollte. Er maskkte sein Still-schweigen mit der Theilnahme an ihrer UnbehaglichkeitAber die Gelegenheiten waren zu häusig, und es warnoch eine lange Zeit bis zum ersten April. VielleichtDruckte ihn auch noch seine fatale Dose , ob sie gleichweit aus seiner Tasche weg war. Er hatte einen ganzunbedeutenden Flnß im Gesichte, der mit keinem ein-zigen Symptom begleitet war; ex gab ihn dennoch füreinen apoplectifchen Zufall aus, obgleich alle Weltdurchfah, und niemand,, auch nicht die Aerzte, einen Ge-danken daran hatten. Er aber, ganz wider die Ge-wohnheit der apoplZctischen Kranken, bey denen es einegewöhnliche Wirkung ihrer Krankheit ist, daß sie die-selbe nicht gestehen wollen, gab am i. März den Stabab und gieng nach wo er vollUnruhe lange blieb,um den allgemeinen Argwohn und die Gespräche zumSchwelgen kommen zu lassen, hie doch am Ende ein-mal eine andre Richtung bekommen mußten. Er kamVollkommen geheilt zurück, weil er nicht krank wegge-gangen war, und es ist bei- ihm nie wieder von derApoplexie und von einer Heilung derselben die Redegewesen. Die natürliche Verkettung der Begeben-heiten zieht mich aber wieder in den Verfolg dersel-ben zurück.
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