Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

hatten. Sie wurden dafür von ihm Wik seinem Schütz«belohnt und mit der Liste der zahlreichen Pfründen sei-rier Apanage, welche mir Ausnahme der Bisrhümer allezu seiner Disposition waren.

Man vergleiche nunmehr das Interesse des Her-zogs von Orleans, Vesten Lage und Rang, wenigstens jfür ihn und die Sei'nigen, in keinem denkbaren Falle lgefährdet feyn konnte, und der ohne Charge und Gou-vernement, so wie sein Sohn, war; man vergleiche cs, §sage ich, mit dem des Herzogs Maine und rathesodann auf den Vergifter. Man erinnere sich, daß esnur von Monseigneur abgehangen hatte, dem Herzoge !von Orleans den Kopf verlieren zu machen, und wienahe er daran gewesen war; m.an erinnere sich, wie ihnMonseigneur nachher immer behandelt hat und erin- ^nere sich zu gleicher Zeit, wie ich den Herzog von Or- ^leans in der Nacht, wo Monseigneur starb, in demWinkel jenes HinterrabinecS in Thränen, schluchzendfand, wie ich ganz darüber erstaunt war, wie ich ihmdeswegen Vorwürfe machte und wie er mir darauf ant»wortete. Welch ein Contrast, großer Gott! zwischen ^diesem Schmerz über den Tod eines Feindes, der baldsein König werden konnte, und der Gesinnung, welcheder Herzog Maine in der Folge gegen seine Ver-trauten in seinem Cabinette zeigte, als er vom Königekam, den er fast mit dem Tode ringend der Heilung ei-nes groben Bauern anvertraut verlassen hatte, und die-sen mit schallendem Gelachter, das bis in die Gallerie,den Vorübergehenden zum Aergerniß erscholl, nachästte.

Es ist dieß ein bekanntes sehr charakteristisches Factum,das an seinem Orte genauer berührt werden soll, wennich lange genug lebe, um diese Denkwürdigkeiten biszum Tode des Königs fortzusetzen. Aber eine teuflischeMaske, die er ganz in seiner Gewalt hatte und mit ei»