rine dauerhafte Neigung, durch den Geschmack für sei-ne gelehrte Unterhaltung- also durch etwas, was tiefin ibrem Herzen lag, durch die Verwandtschaft und dieöffentliche Erklärung seines Interesses für ihn und sei-ner Freundschaft für die Dauphine in den stürmischstenZeiten und gegenseitig durch seine öffentlich gezeigte An,hänglichkrit für sie zur Zeit der Flanderschen Cabaleauf das engste verbunden. Es schloß ihn an ihn dieFreundschaft ihrer Gemahlinnen, die Einheit derFreunde und Feinde, die Heirach der Herzogin vonBerry, welche das Werk der Dauphine war, der gt-meinschaftilche Haß gegen Madame la Düchesse, unddie Cabale von Meudon, welche sie beyde zu vernichtensuchten: kurz die stärksten Bande aller Art, die je engeVerbindungen schließen können; und keine Störung,'nichts was eine Veränderung Hervorbringen konnte,war zwischen sie getreten, indem das Betragen derHerzogin von Berry und des Herzogs von Orleans indieser Rücksicht nicht die geringste Erkaltung hervvrqe-bracht hatte. Ich habe alle Liese Thatsachen nur an-deuten und durchlaufen wollen, um sie dem Leser aufeinmal vor Augen zu stellen, indem sie alle abgesondertan ihrem Orte in diesen Denkwürdigkeiten erzähltwerden.
Wie gesagt, Hatte also der Herzog von Orleanszum wenigsten eben so viel und eben so gewiß alles vondem jeden und der Regierung des Dauphins und derDauphine zu hoffen, als der Herzog dü Maine davonzu fürchten und dabcy zu verlieren hatte. Dieser Con»trast ist in die Augen springend. Er hätte übrigens dieJesuiten für sich, welche alle die offenbarste Anhäng-lichkeit für ihn zeigten , und sie ihm durch den kühnenBeystand, den ihm der P. Tellier bey der Heyrath derHerzogin von Verry geleistet, auf das reelsie bewiesen
hatten»