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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
109
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Wonnen und hatte so viel Achtung für ihn, daß er sichin seiner Ungnade laut für ihn erklärte und nie seineGesinnung änderte. Dieß harre ihm die ganze kleineHeerde, ungeachtet der Verschiedenheit der Denkart, zueigen gemacht; und man weiß was diese kleine Heerdeüber den Dauphin vermochte. Ganz besonders aberkonnten der Erzbischaff von CaNibrai, der Herzog vonChevreuse und der Herzog van Beauvilliers, die nurein Herz und eine Seele waren, nicht anders gegenden Herzog vou Orleans gesinnt seyn. Abgesehen vondiesen Stützen ihrer Freundschaft, sahn sich die beydenPrinzen oft bey dem Könige, und ganz gewöhnlich alleAbende bey der Prinzessin von Conti, wo sie sich ineinen Winkel zusammensetzten und von wissenschaftlichenDingen sprachen: und niemand konnte angenehmer,bündiger und verständlicher davon sprechen, als derHerzog von Orleans. Es war also eine fortdauerndeVerbindung zwischen ihnen, sie freuten sich einanderzu treffen, und befanden sich so Wohl und behaglichmit einander, wie es bey Personen von solchem Rangsund Verschiedenheit deS Lebens möglich ist. Die Dau-phine war sehr an ihre Mutter, die Herzogin von Sarvo»en, atrachirr; sie fand in.Frankreich Monsieur, denBarer der Herzogin von'Savoyen und des Herzogsvon Orleans, sie liebre ihn, so wie er sie, auf daszärtlichste; und diese Liebe zu der Mutter und zum.Großvater gienq auf den Onele über, für den sie sichsters angelegentlich interessirte, selbst in den Zeiten, woer am schlechtesten mit dem Könige und mit Frau vonMaintenon stand, die eS ihr wegen der engen Verwand-schaft so hingehn ließ. Aus der andern Seite nahmder Herzog von Orleans, von Monseigneur und jenerganzen preciösen Parthei, die ihn beherrschte, gemißrhandelt, in Rücksicht der Flandrischen Cabalen, wovonich ihm während seines Aufenthaltes in Spanien ge-

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