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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
97
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Frau v. Maintenondie ersten Augenblicke der durchden Tod der Dauphine verursachten entsetzlichen Leere,der Schmerz,, die Geschäfte machten den König trau-rig und in sich gekehrt. Er war schwer zu unterhalten,und sie war selbst so affieirr, so niedergeschlagen, baßste stä> durchaus dazu unfähig fühlte. Die Arbeit mit.den Ministern auf ihrem Zimmer ließ dennoch genugleere Zwischxnzeiccn bey den langen Abenden in dieseeJahreszeit und ganze Tage, wenn das Wetter zu schlechtwar. Damals gieng der König immer vor drey Uhrzu ihr und gieng erst um zehn Uhr weg zum Souper»

Jemanden in ihren Privatzirkel einzuführen, hatteseine Schwierigkeiten'bey dem Könige gehabt und dieWahl wäre nicht leicht gewesen. Auf welchem Punkteste sich auch mit ihm sehen.mochte, alles schien geführtlich. Sie dachte sehr daraus die Mahlzeiten eines klei-nen Zirkels zu Marl» und zu Tn-mne mehr noch alsdie auf ihrem Zimmer, wegen der Beguemlichkeit derPromenade, zu vermehren; sie nahm sic» auch vor, öf-ters Musik zu haben - aber in diesem ihrem unerläßli-chen Dienste, den König zu unterhalten, fand sie sichweder von den ersten Kammerhervn, noch von den übri-gen Ofsicieren, welche im Gefolge ftyn konnten , aberselten da waren, im germgsten unterstützt.

Der Herzog von Noculles, der als Gardecapitändas Vierteljahr hatte und nicht zu dispensiren war,stand seit seiner Zurückberuftmg aus Spanien wedermit ihr noch mir dem Könige mehr in diesem Verhalt»riiffe. Der Marschall von Villeroy schien ihr daherder einzige zu ftyn, auf den sie ihr Augenmerk richtenkönnte. Er war mir dem Könige erzogen worden, erwar nie vom Hofe weggekommen, als um zur Armeezu gehen; er war ein Gesellschafter von Profession ge-wesen und wollte es noch ftyn; niemand war so ein-denkwürdigk. XXVII. Lv. G Mann