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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
90
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Gottes! Welch eine klare Einsicht seiner Nichtigkeitund Sündhaftigkeit! Welche herrliche Ueberzcugungvon der unendlichen Barmherzigkeit! Welche tiefefromme Furcht! Welches gemäßigte Vertrauen ! Welchein Seelenfrieden! Welche Andacht der Lectüre undAnhaltsamkeit des Gebers! Welch ein heißes Verlan-gen nach den letzten Sacramenien! Welche unüberwind-liche Duldung! Welche Sanflmuth! Welche bleibendeGüte gegen alle, die ihm nahten! Welche reine Fröm-»nigkeit, die ihn zu Gott trieb! — Frankreich sankunter diesem letzten Schlage. Gott zeigte ihm einenPrinzen, den es nicht verdiente. Die Erde war sei.ner nicht werrh, Gott nahm ihn auf in die ewige Se-ligkeit.

Was seinen persönlichen Character betrifft, sowar er, wie man schon weiß, von Geburt ein Mensch,vor dem mün zttrern mußte. Er war von so heftigemTemperament, daß er aufgebracht genug werden konn-te, ftine Wanduhren zertrümmern zu wollen, wenn st«die Stunde schlugen, welche ihn wohin rief, wohin ernicht wollte, und daß er sich auf die sonderbarste Artüber den Regen entrüsten konnte, der ihn in der Aus-führung irgend eines Vorhabens hinderte. Wider-stand setzte ihn in Wuth; davon bin ich mehrmals inseiner ersten Jugend Zeuge gewesen. Außerdem triebihn eine lebhafte Neigung zu allem, was für Leib undGeist verboten ist. Sein Scherz war um so grausa-mer , je witziger und berstender er war und weil er daslächerliche sehr treffend auftaßke. Alles dieses wurdedurch eine Lebhaftigkeit des Körpers und Geistes er-höht, die an Ungestüm grenzte und die ihm in seinerersten Zeit nichts zu lernen erlaubte, wenn er nichtzwey Dinge auf einmal that. Alles, was Vergnügenheißt, liebte er mit der heftigsten Leidenschaft und bsy