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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
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Es gefiel Gott zu unserm Unglück, es bald anders zufugen» Der entgegengesetzte Gedanke kam ihr nichtin Sinn. Einst am Lichtmeßtage, als sie mit derHerzogin von St Simon fast ganz allein auf ihremZimmer war, (alle übrigen Damen waren nämlichvoraus in die Capelle gegangen, und Fr. von St Si-mon war zurückgeblieben, um sie dahin zu begleiten,well die Herzogin dü Lüde das Podagra hatte, unddie Gräfin von Mailst) nicht da war, deren beyderStelle sie immer ersetzte): sieng sie an von den vielenPersonen zu sprechen, die sie am Hofe ^gekannt habeund die nun gestorben waren, hieraus sprach sie davon,wie sie eö machen wollte, wenn sie alt wäre, was sieda für ei» Leben führen wollte; daß Niemand als Frauvon Saint Simon und Frau von Lanzun von ihrenJugendfreundinnen übrig bleiben würden, daß sie sichzusammen von den vergangenen Zeiten unterhaltenwollten, und dieses Gespräch setzte sie fort, bis sie zurCapelle gieng.

Sie liebte den Herzog von Berry aufrichtig, siehatte auch die Herzog«! von Berry geliebt und sichvvrgenommen, sie als Tochter zu behandeln. FürMadame hakte sie viel Rücksicht und Monsieur hattesie zärtlich geliebt, der sie eben so wiedcrliebce und ihrohne Unterlaß alle möglichen Vergnügungen und Amü-sements verschafft hatte; und alles dieses gieng nun aufden Herzog von Orleans über, für den sie ein wahrhaf-tes Interesse faßte, unabhängig von der Verbindung, diesich nachher zwischen ihr und der Herzogin von Orleansbildete. Durch sie wußten sie vieles vom Könige undFrau von Maincenvn und brauchte in tausend Din-gen ihre Unterstützung. Es war ihr für den Herzogund die Herzogin von Savoyen und selbst für ihr Va-terland eine so große Anhänglichkeit geblieben, daß