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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
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ihnen, das keins der königlichen Kinder, nkchk einmalfeine geliebtesten unter den legitimirten, hatten errei-chen können» Oeffentlich war sie ernsthaft, gemessen,'ehrfurchtsvoll gegen den König, und besonders schüch-tern, bescheiden gegen Fr. v. Maintenvn, die sie nichtanders als Tante nannte, und so artig Rang undFreundschaft mit einander verschmelzte. Im vertrau-ten Zirkel war sie tändelnd, scherzend, spielend; baldseMste siK aufden Arm des Lehnstuhls des Königs oderder Frau von Maintenvn, bald wiegte sie sich auf ihrenKnieen, sprang ihnen an Hals, umarmte sie, küßte sie,liebkosete sie, zupfte sie und zog sie am Kinn und quälte sieaufallerley Art; sie störte in ihren Papieren und Brie-fen umher, brachdieBriefe auf, las sie bisweilen widerihren Willen, wenn sie sie in Laune sah darüber zu la-chen , und sprach bisweilen mit ihnen über den Inhaltderselben. Sie wurde zu allem zugelaffen, selbst zumEmpfang der Couriers, welche Die wichtigsten Nach-richten brachten. Sie konnte zu jeder Stunde zumKönige kommen, selbst während des Conseils, nütz-lich und schädlich denselben Ministern; aber immer be-reit zu verbinden, zu helfen, zu entschuldigen, Guteszu erzeigen, sobald sie nicht lebhaft gegen einen auf-gereizt war, wie sie es gegen Pontchartrain war, demsie ohne Ursach aufsaßig geworden war und den siebisweilen gegen den König Ihren garstigen Ein-auge nannte, oder auf irgend eine wichtigere Veran-lassung , wie gegen Chamillart.

Sie war so freymüthig, daß, als eines Abendsder König und Frau v. Maintenvn mit besonder!» Lobevon dem Englischen Hofe sprachen — es war damalsals man von der Königin Anna den Frieden hoffte —sie anfieng zu sagen: „Ja man muß wirklich gestehn,liebe Tante, daß in England die Königinnen besser

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