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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
52
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sie suchte allen, selbst den unnützesten mittelmäßigstenPersonen, zu gefallen, ohne jedoch dieses Bestreben se-hen zu lassen. Ihre Fröhlichkeit jugendlich und stetslebendig seßelte ste an alles und ihre Nymphenleichtigrkeit trug sie überall umher, wie der Wirbelwind, dermehrere Orte zugleich erfüllt and, wo er hin kömmt, Be-wegung und Leben hinbringk. Sie zierte alle Schau-spiele, war die Seele der Feste, der Vergnügungen,der Bäke und entzückte daselbst durch die Grazie, dieRichtigkeit und Vollkommenheit ihres Tanzes. Sieliebte das Spiel, und amüstrte sich auch beym geringenSpiele, denn alles konnte sie amusiren; doch zog sieHohes Spiel vor, und spielte fertig und fein, kurzsie war die beste Spielerin, die eS geben kann. Siekonnte in einem Augenblicke das Spiel eines jedenübernehmen. Ihre Fröhlichkeit blieb immer dieselbeund sie unterhielt sich eben so gut, wenn Nachmittagsernsthafte Lektüre vorgenommen wurde, sie konnte sichdarüber unterhalten und mit ihren ernsthaften Da-men arbeiten: denn so nannte man die bejahrtestenDsiues äu pslsls.

Sie schonte nichts, selbst ihre Gesundheit nicht,sie vergaß nichts, auch nicht die geringsten Kleinigkei-ten, um Fr. v. Maintenon und durch ste den Königzu gewinnen. Die Klugheit ihres Betragens gegendiese beyden war ohne Gleichen und nie, auch nichc ei-nen Augenblick, sich ungleich. Sie wußte mit allerder Diskretion, welche ihr die Kenntniß beyder Cha-raktere, die sie sich durch Studium und Erfahrungerworben hatte, nökhig machte, die Grade ihrer Fröh-lichkeit und ihr ganzes Betragen abzumeffen. IhrVergnügen, ihre Annehmlichkeiten, ich wiederhole es,selbst ihre Gesundheit, alles wurde ihnen aufgeopfert.Durch diese Mittel erwarb sie sich ein Vertrauen bey

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