benswürdige Eigenschaften, wodurch sie die Herzengewann, während ihre persönlichen Verhältnisse mitihrem Gemahl, m»r dem Könige unv Frau von Mam-ten on ihr die Huldigung des Ehrgeizes verschaften.Sie harre von den ersten Augenblicken ihrer Ankunftan ihr Vertrauen zu erwerben gewußt; unv so langesic lebte, fuhr sie in dieser nützlichen Bemühung fort,wovon sie immer die Früchte ernvere; , sanft, surcht-sam, aber gewandt, gutmürhig so daß sie jemandem dasgeringste zu leide zu rhun fürchtete,- und wiewohlleicht und lebhaft,-tzsunochHer überdachtesten, weit aus-sehendsten Plane fähig. -7
Der oft peinvolle Zwang, dessen ganze Last siefühlte, schien ihr nichts zu kosten. Die Gefälligkeitwar ihr augevobreii, sie übte sie mit der größten Leich-tigkcü und übte sie gegen den ganzen Hof. Eigentlichhäßlich, die Wangen hängend, die Stirne zu weithervorsteheud, eine gemeine Nase, dicke Hangende Lip-pen; Haar und Augenbraunen kastanienbraun, sehr or-dcntlich gewachsen; wenig Zahne und alle angegangen,von denen sie zuerst sprach und sich darüber aufhielc;den schönsten Teint, die feinste Haut; wenig Busen,ober herrlich gebildet; der Hals lang mit einem Ansatzvon einem Kropf, der ihr aber nicht absolut schlecht ließ;die Haltung des Kopfs zierlich, gracieus, majestätisch,so auch der Blick; das ausdrucksvollste Lächeln; dieTaille schlank, gerundet, schmächtig, leicht, regelmä-ßig; ihr Gang das Schweben einer Göttin : dieß warihr Bild. Sie gesiel zum Bezaubern; es war Gra-zie in allen ihren Bewegungen, in allen Gebärden, inden gemeinsten ihrer Gespräche. Ihr Anstand einfach,natürlich, ohne Kunst, ihre Sprache von Geist be-lebt; ihre Leichtigkeit deS Betragens, die sie sogar al-len, dis ihr nahten, mitthcilte, bezauberte alles; und
D- ' sie
1