ten§ Aber als ihr der P. la Rüe vorstellte, daß es gutsc», eine so kostbare Zeit nicht zu verliere», die »achEiupfang der Sakraments von re» Aerzten nützlich an-gewandt werden würde, verlangte sie einen Franzisca-«er, Namens P. Noek; der P. la Rüe gieng sogleich,um.ihn aufzusuchen, und brachte ihn. .
. < Man kann sich vorsiellen, wie auffallend dieseVeränderung des Beichtvaters in einem so kritischenund furchtbaremAugenblicke war, und was dieß ;ndenken veranlaßte. Ich werde nachher darauf zurück»kominen. i. .
Der Dauphin erlag endlich. Er hatte sein eige-nes Krankseyn so lange als möglich verborgen, umdas Kopskiffen der Dauphine nicht verlassen zu müs-sen. Aber ein Fieber, zu stark , um verhehlt werdenzu können, warf ihn Nieder. Die Aerzte , welche ihmdas schreckliche Schauspiel, das ihn bey seiner Ge-mahlin, wie ste vorhersahen, erwartete, ersparen woll-ten, wandten mit Hülfe deS Königs alles an, umihn auf seinem Zimmer zurückzuhalten und ihn daselbstvon Moment zu Moment mit erdichteten Nachrichtenvon seiner Gemahlin hinzuhalten.
Die Beichte dauerte lange. Die letzte Oelungwurde unmittelbar daraus verrichtet und sodann dasheil. Abendmahl gereicht. Der König ließ das Sacra-ment unten an der großen Treppe im Ccremoniel empfan-gen. Eine Stunde darauf verlangte die Dauphine,man sollte die Sterbegebere sprechen. Man sagte ihr,daß sie sich nicht in diesem Zustande befände, man ver-suchte sie zu tröste», und ermahnte sie zu versuchen, obsie schlafen könnte. Nachmittags zu guter Zeit kamdie Königin von England: man führte sie durch dieGallerie in den Salon, der diese von dem Zimmerder Dauphine trennt.
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