Die Nacht vom Montag zum Dienstag als den9 Februar überfiel sie eine große Schlafsucht, die dieganze Nacht und den folgenden Tag datierte, wo derKönig mehrmals ans Bette kam. Das Fieber warstark der Schlaf kurz, der Kopf eingenommen; cs kg-men einige Flecken auf der Haut zum Vorschein, welcheHoffnung machten , daß es die Masern wären, weilsie damals sehr herrschten und viele Personen, die.maukannte, zu Paris und Versailles daran daniederiagen.
Die Nacht vom Dienstag zum Mittwoch den io.vergieng um so schlechter, weil nunmehr die Hoffnungaus die Masern verschwand. Gleich des Morgensbesuchte der König die Kranke, welcher ein Brechmit.tel eingegeben worden war. Die Wirkung war sogut man sie wünschen konnte, gab aber nicht die ge-ringste Linderung.
Man zwang den Dauphin, der nicht vom Kran-kenbette weg kam, hinunter in die Garten Zu gehen, umfrische Luft zu schöpfen, deren er so sehr bedurfte; aberfeine Unruhe trieb ihn sogleich wieder ins Zimmer zurück.Die Krankheit nahm gegen 'Abend zu und gegen eilfUhr hatte das Fieber eine beträchtliche Verdoppelung:die Nacht war sehr schlecht. Den Donnerstag den n.besuchte der König die Dauphine um neun Uhr desMorgens. Frau v. Maintenon kam fast nicht vonihr weg, ausser in der Zeit, wo der König bey ihr war.Die Prinzessin befand sich so schlecht, daß man be-schloß, sie an den Genuß der Sakramente zu erinnern.So sehr sie daniederlag, so war sie doch davon über-rascht: sie erkundigte sich nach ihrem Zustande; mangab ihr Antworte!'., die so wenig als möglich beun-riihigend waren, ohne doch von dem Vorschlag abzu-gehn, und nach und nach thar man ihr Vorstellungen,
daß