fehl. Der Offizier reiste auf der Stelle zurück. Sou,, derbar war, daß die Sache so gut geheim gehalten wur-de, daß nicht eher als den andern Morgen gegen ioUhr etwas davon bekannt wurde.
Man kann sich vorstellen, welches Erstaunen denganzen Hof ergriff, und wie verschieden die Sensations war, die die Sache in Guadalajara machte. Indes-
> > sen wagte niemand mit dem Könige zu sprechen, und
man war in großer Spannung zu wissen, was seineAntwort an die Königin enthielt. Da der Morgenvcrgieng, ohne daß man von irgend etwas hörte,steng man an zu sagen, daß eS für Spanien um diePrinzestin des Ursins geschchn sey. Chalais und Lanrty wagten den König um Erlaubniß zu bitten, ihrNachreifen und sie in ihrer Verlassenheit begleiten zu dür-fen. Er erlaubte ihnen dieß nicht allein, sondern gabihnen auch einen Brief mit, der aber ein bloßer Höf-, lichkeitübrief war, in welchem er ihr schrieb: daß ihmdas Vorgefallne sehr leid thue, daß er dem Willen derKönigin sein Ansehn nicht habe entgegen setzen können,
' daß er ihr ihre Pensionen lasse und für die Auszahlungderselben Sorge tragen werde. Er hielt Wort; sie hatdieselben die übrige Zeit ihres Lebens immer sehr richtig«usgezahlt bekommen.
Die Königin kam den Weihnachts - HeiligenabendNachmittags um die bestimmte Stunde zu Guadala-jara an, als wenn nichts vorgefallen wäre: so em-pfieng sie auch der König auf der Treppe, gab ihr dieHand, und führte sie sogleich in die Kapelle, wo dieVermählung nochmals vollzogen wurde; denn in
> Spanien ist es Sitte Nachmittags zu trauen. Von! da führte er sie in sein Zimmer, wo sie sich sogleichl noch vor 6 Uhr des Abends zu Bette legten , weil sie
zur Mitternachtsmeffe aufstehen wollten. Was zwi»
^ schen ihnen in Bezug auf das Ereigniß des vorigen
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