Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

haben. So wurde sie also mit den zwen G-n-dewffj.zieren, die so wie der Wagen den -vaenblick bereitwaren, eingeschifft. Sie war noch im Staats«,izuge,wie sie bey der Königin gewesen war. In dieser tu»multi,arischen Kürze wollte sie nochmals an die-nicsin schicken; aber diese wurde von neuem aufgebracht,daß sie noch nicht gehorcht habe, und befahl äugen»blicklich abzufähren.

Es war ungefähr sieben Uhr des Abends, zweyTage vor Weihnachten, das Land war mir Schnee undEis bedeckt, die Kälte sehr heftig und sehr schneidend,wie sie immer in Spanien ist. Sobald die Königin .die Prinzessin ausser Ouadraque wußte, schrieb siedurch einen Offizier der Garde, welciwn sie nacb Gua»dalajara abscbickte, an den König von Spanien DieNacht war so dunkel, daß man nur mir Hülfe desSchnees sehen konnte.

Es ist nicht leicht, sich den Zustand der Prinzessindes Ursins im Wagen zu denken. Anfangs war sieganz voll Erstaunen und Betäubung und so konntekein ander Gefühl aufkommenaber bald machten sichSchmerz, Verdruß, Wurh und Verzweiflung einan-der Platz: bald folgten traurige tiefe Betrachtungenüber einen so gewaltsamen Schritt, der so unerhört,so wenig auf Ursachen gegründet, so von allem, selbstdem leichteste» Vorwände entblößt, so ohne gehörigeAutonlac gescheht! war, und über den Eindruck, dener zu Guadalajara machen würde; und nun stiegenHoffnungen in ihr auf, die sich auf dre Ueberraichungdcö Königs von Spanien, aus seinen Zorn, sein Ün»sehn und sein Vertrauen zu ihr, aus den Kreis vonDienern, die den König umgaben, die ihr ergeben wa»ren und deren Interesse es sepn mußte, Len König znihrem Besten auszurcizen, gründeten. .

Deukwkrvigk. Bv. C So