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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
29
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Schonung das Zutrauen des Königs von Spanienmißbrauchte. Noch mehr als den König beunruhigtesie die Furcht, sie als Königin von Spanien zu sehn,sie welcher zweymal ihre Declaration als Königin vonFrankreich, so zuverlässig versprochen, vereitelt wor-den war. Der Plan auf die Souverainetät, die sieso weit hinter die Prinzessin zurückgesrellt hatte, hattesie vollends zu ihrer Feindin gemacht, und die Ver-mählung mit der Prinzessin von Parma, die gänzlichohne ihr und des Königs Wissen gemacht war, ließihr nicht die geringste Hoffnung mehr, mittelst derPrinzessin deS UrsinS auf Spanien Einfluß zu haben.Der. Untergang derselben wurde also zwischen dem Kö-nig und Frau v. Maintenon beschlossen , aber auf eineArt, die vor und nach so geheim geblieben ist, daß ichniemanden gekannt habe, welcher hatte entdecken kön-nen, wessen sie sich dazu bedient, noch auch was sieüberhapt zur Ausführung des Plans gethan haben.Wir wollen so aufrichtig seyn, dieses Dunkel zu geste-hen , und wollen keine Fiktionen an die Stelle des Un.bekannten sehen. Wir wollen also die Begebenheitso genau als möglich erzählen und dann einige kurzeBetrachtungen, aber nur für das, was sie gelten kön-nen, mittheilen.

22.

Die neue Königin von Spanien näherte sich Ma-drid mit der Begleitung, die ihr zu ihrem Empfang andie Grenze entgegengeschickt worden war, von Equi-pagen, Hofbedienten und Garden des Königs vonSpanien. Albcroni war von Parma aus in ihremGefolge, und der Herzog von St Aignan von demOrt an, wo er sie in Frankreich getroffen hatte. DiePrinzessin des UrsinS hatte die Stelle der Camereyramajor bey ihr angenommen, wie sie dieselbe bey der'

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