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verstorbenen Königin gehabt hatte, und hatte ihrenganzen Hofetat ernannt und ihn mit lauter Creaturcnvon sich, Männern und Weibern, besetzt. Sie hattesich gehütet, den König weit von sich zu lassen; siefolgte ihm also nach Guadalajare, einer kleinen Scadtdem Herzog von Jnfantedo gehörig, der daselbst einPantheon für die CvrdelierS erbaut hat, das ungleichkleiner ist als das im Escurial, nach dessen Modell eSgemacht ist, dem es aber a» Reichthum, Kunst undSchönheit nichts nachgiebt.
23.
Guadalajare liegt auf dem Wege von Madridnach Burgos, also auf dem Wege nach Frankreich,ohngefahr in gleicher Entfernung von Madrid, nuretwas weiter wie Fontainebleau von Paris. DerPalast, den die Herzoge von Jnfantedo daselbst be-sitzen, ist weitläufig, schön, herrlich möblirr undwird bisweilen von ihnen bewohnt. So weit wollteder König von Spanien der Königin entgegengehen,und in der Capelle dieses Palastes hatte er die Der-Mahlung zu feyern beschlossen, ob sie gleich schon durchden Gesandten in Parma vollzogen war.
Die Reise war von beyden Seiten verabredet,so daß der König nicht eher als zwei) Tage vor derKönigin in Guadalajare eintraf. Er machte diesekleine Reise in Begleitung der ihm von der Prinzessindes Ursins zugegebenen Personen, die es ihm nie anGesellschaft fehlen und niemanden, wer es auch war,ihm nahe kommen zu lassen besorgt war. Sieselbst folgte in ihrem Wagen, um zu gleicher Zeiteinzutreffen, und gleich nach ihrer Ankunft schloß sichder König mit ihr allein ein, und sah bis er zu Bettgieng niemanden. Die Hindernisse der Wege undder Jahreszeit hatten Weihnachten herbeygebracht und
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