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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
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zessin des Ursins zur Zeit der Friedensunterhandlun-geu nut England und Holland etwas zu sagen.

Nicht zufrieden in Spanien mit vollem Ansehnund Gewalt zu herrschen, dachte die Prinzessin bar--auf, wirklich eine Souveränin zu werden: sie er-griff die Gelegenheit, daß der König von Spaniendem Kurfürsten von Baiern die in den Niederlandenin seinem Gehorsam gebliebenen Lande zum Geschenkmachte, um dabey zu stipulireir, daß der Kurfürst ihrdaselbst einige Ländereien vonamgefähr roo,OOL> LiversEinkünften zu lebenslangem Besth mit vollkommnerSouverainetät abtreten möchte.

Kurz darauf wurde mit dem Kurfürsten dieUebereinkimft getroffen, daß die Hauptstadt dieserLändereien, die zusammenhängend seyn und nur einLand ausmachen sollten, la Roch - en-Ard en neSseyn, und daß die Herrschaft davon den Namen ha-ben sollte. Man wird in der Folge diese Herrschaftverschiedene Formen annehmen, ihren Ort verändernund endlich in Dunst oerschwinden sehn. Doch ver-zog sich dieß lange Zeit. Die Prinzessin war indes-sen ihrer Sache so gewiß, daß sie einen schönen Plandarguf baute; sie wollte nämlich die ihr auf seinerGrenze anzuweisende Herrschaft an den König vertau-schen und dafür auf ihre Lebenszeit la Touraineund das Lgnd Amboise, als souveraine Herrschafthaben, welche Länder nach ihrem Tode an die Kronezurückfallen sollten; sie wollte Spanien verlassen undhier in Ruhe den Rest ihrer Tage genießen.

Im Verfolg dieses Planes, den sie für nnfehl-bar hielt, schickte sie Aubigny, jenen Favorit Stall-Meister, von dem die Rede gewesen ist, nach Frank-reich, mit dem Befehl, ihr eine schöne Wohnung ein-

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