Menschen, die sie ihm ohne Unterlaß rühmten, unddie sie für so treu ergeben hielten.
Man kann sich die Wirkung des Berichts leichtvorstellen. Dennmgeachttt sah ma» äufferilch davonkcrne Spur Sie wollten sich ihrer Rache recht vcr-sichern. Die Königin schrieb an die Dauphine mitäußerster Bitterkeit und die Prin,esim ves Ursins anFr. v. Maintenon mit aller der Kunsi, in der sieMei»sieri» war. So sehr auch der König und Frau vonMaintenon über vre Souveranetäc der Prlnzestm desllrsinS innerlich aufgebracht seyn mochten, so warensie doch durch diese Sache tief beleidigt. Der Königwar von Seiten der Religion, des Ehrgeizes durchdiese Verwegenheit beleidigt; und Fr. v. Maintenonin Rücksicht der Allgewalt, die sie mittelst der Prin-zeffin deS Ursins in Spanien auszuüben glaubte,welches ihre empfindlichste Seite war. Beyde be-leidigte die Undankbarkeit, oder wie sie es mit derDauphine nannren, Die Treulosigkeit eines Men-schen» der m diesem Alter mir so viel Glücksgütcrn,Chargen, Würden , Aemtern, Auszeichnungen über-haust »ich mir ihrem Zutrauen beglückt war, das steso ganz sicher verschenkt zu haben glaubten und daS ermit solcher Verwegenheit gemißbraucht hatte. DieFreundschaft, bas Wohlbehagen bas ungethcilte Au-tmuen, das Frau v. Maintenon gegen ihren Neffenhme, den sie wie ihren Sohn, wie ihren Freund an-sah von dem sie glaubte, daß er mit ihr ein Herz undeine Seele scy und kein anderes Interesse als das ihrigehaben könne, schlug ihrem Herzen eine neue tiefereWunde, die durch die Wirkung der Zeit und die Ve»änderung der Umstände äufferlich geheilt schien; abersie war es nie von Grund aus, die Freundschaft, dieAchtung, das Zutrauen war nicht herzustellen und es