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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
21
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führten, zu verbergen. Dieß dauerte so wahrend derganzen Saragoffer Reise, wo ihr Hauptbestreben da-hin d>eng, sich in dem Vertrauen des Königs zu be-festigen. Die Reise nach Corella, welche eine kleineTrennung zwischen dem Könige und der Königin ver-anlaßte, schien ihnen eine bequeme Gelegenheit ihre.Plan einzuleiten; sie ergriffen den König bey seinerschwachen Seite, bey feiner Sorge für seine Gesund-heit und machten ihm, unter der Maske des Wohl-wollens und der Besorgniß für sein dem Staate sotheures Leben, bange, er möchte von der Königin mitihrem Uebel angesteckt werden, wenn er forrführe beyihr zu schlafen, und giengen so w.it, daß sie in ihndrangen, dieß nicht mehr zu thun.

Ihre Besorgniß für seine Gesundheit wurde sogut ausgenommen, daß sie Hoffnung faßten; sie fuh-ren fort, und die Hoffnung wuchs; sie verfolgten ih-rcn Weg, sie beklagten den König ivegen seiner Ent-behrung, sie häuften Gemeinsprüche über die Gewaltder Nothwendigkeit und daß ihr nachzugeben sey: kurzsie trugen ihm eine Mätresse an»

Alles war bis dahin gut gegangen; aber daSWort 'Mätresse empörte die Frömmigkeit des Kö-nigs und war ihr Verderben. Er entfernte sie mitMilde, gab ihnen aber kein Gehör mehr, ausser inandern Dingen, und sprach nie mehr mit Offenheitmit ihnen.

Seine Zurückhaltung und gezwungenes Wesengegen sie, war ihnen eine traurige Vorbedeutung, dienicht abzuwenden war: denn sobald der König sichwieder bey'der Königin und der Prinzessin des UrsinSbefand, so erzählte er ihnen, welch ein schöner glän-zender Antrag ihm gefchrhn sey und zwar von zwey

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