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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
16
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und Unglück anderer entschieden, auch dre-Höch.stcn mit Erfolg angrcifon, über jedermann unum-schränkt gebieten, über den inneren und auswä»rigen Staat herrschen, Vortheile, Strafen lind Be-lvhnungen nach Gefallen auöcheilen, und alles dießkeck, Lurch ein: der König will es! mit völliger Sorg,losigkeit in Rücksicht aus ihre Mitbrüder, bewirkenkonnten. Denn durchaus durfte es niemand wagen,irgend etwas, ihre Person , Familie oder Dienstver-,ivalrung betreffend, dem König zu hinrerbn'ngen, beyStrafe, sogleich für alle andere, die so etwas hattenwagen können, ein exemplarisches Opfer zu werden.Folglich hatten sie die Freyheit, alles zu sagen oder zuverschweigen und die Sachen beym König so zudrehen, wie sie wollten; mit einem Wort, sie warendie wirklichen, beynahx auch die sigurirenden Könige.

Welcher Umsturz für solche Menschen, daß sie esnun vorzüglich mit einem Prinzen zu thun hatten, derDie Frau von Mainlenon für sich hatte, und bey demKönig mächtiger geworden war, als sie, da sie nochim Bortheil saßen, nie gewesen waren. Mit einemPrinzen, der allernächst am Throne stund, fähig, fieissig,aufgeklärt war, und dabei) einen geraden Sinn undvorzüglichen Scharfsinn besaß, der sich, seit er im Con-seil war, gründliche Kenntnisse gesammelt hatte, dem,mit Einem Wort, nichts fehlte, um sie bey wertem zuübersehen. Man erblickte in ihm einen Prinzen, wel-cher bey all diesen Eigenschaften ein gutes Herz hatte^Gerechtigkeit und Ordnung liebte, Beurtheilungskraft,Aufmerksamkeit und Fleiß genug besaß, alles zu verfol-gen, zu entwirren, einzuleiten und zu ergründen; der nichtmit Worten, sondern nur mit Thatcn befriedigt wer-den konnte; bestimmt das Gute um des Guten willenwollte und alles auf der Wage des Gewissens abwog.