. Auswahl und Bestimmtheit herbengeführte Unterhal»tu»g stark, weiche den Weiseren am Hofe Vergnügengewährte und den übrigen Bewunderung «blockte. Mansprach über kunstlos herbcygcleitete. paffende Fragments,auScher Geschichte, über natürliche Vorfälle, wüneschenswerche Anwendungen, immer aber auf eine be-scheidene, einfache, ungesuchte Weise. Man ergötztesich zuweilen an leichten lustigen, doch zweckmässigenZwischenspielen, zuweilen, jedoch selten wurden auchwissenschaftliche Bemerkungen mit eingeffochken, disgleichsam nur willkührlich abstchtlos, wie wenn manvon etwas voll ist, hingeworfen schienen. So wur-den mit einemmal aller Ähre», Augen und Herzengeöffnet.
Der Dauphin wurde ein zweyter Prinz Eonti.
Mehrere drängten sich an ihn, nicht sowohl um ihm ^
den Hof zu machen, als vielmehr, um ihn zu hören, ,
Und seine angenehme, lehrreiche, durch Anmuch und x
natürliche Beredsamkeit gewürzte Unterhaltung, zugenüßen, und sich über seine richtige Beurtheilung inallem, und über den so nöthigen und gewünschten Troffzu erfreuen, daß man künftig einem Herrn dienenwürde, der sich durch seine Eigenschaften so wür-dig zeigte, es zu seyn. Er war gegen jedermann her-ablassend, nahm alle möglichen Rücksichten auf Rang,
Geburt, Alter, und auf die wohlerworbenen An-sprüche eines jeden; Dinge, die so lange schonverächtlich behandelt, und nicht mehr zur Unter-'scheidung von dem niedrigsten Pöbel des Hofs ge-dient Harken. Er, bezeugte jedem dieser Verhältnissedie gebührende Höflichkeit, auch wohl mehr, wo eSsich mit seiner Würde vertrug. Er war ernsthaft, ohnegrämlich zu sein, heiter und behaglich. Es ist un-glaublich, wie schnell er sich die Bewunderung seinesGeistes, die Achtung seines Charakters, dre Liebe al-
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