schon i>si verschiedenen Fällen gegen seinen Cnkelsohnbewiesen, hatten Von seiner schlauen Gemahlin, wel-che in einem vertrauten Umgang mit dem König stund,und von Frau von Maintenon geliebt wurde, hierin»nach Wunsch unterstützt, verdoppelteer seine gefälligeAufmerksamkeiten für die letztere, und diese, in ihremEntzücken einen Dauphin zu finden, auf den sie ge-wiffer als aus einen andern, der sie nicht liebte, rech-nen konnte, widmete sich ihm ganz und eben deswegenauch den König.
In den ersten 14 Tagen bemerkte jedermann zuMarly, eine so ausserordentliche Veränderung bey demKönig, welcher sonst gegen seine rechtmässigen Kinderso zurückhaltend und so ganz nur König gegen sie zuseyn pflegte. Der Dauphin, durch diesen großen Schrittin eine bessere Lage gesetzt, nahm sich nun fester gegendie Menschen, die er zu Monseigneurs Leibzeiten ge-fürchtet hatte; meil er, so hoch er auch stund, den-noch ihre bergenden Scherze, beklatscht von Andern,hatte ertragen müssen. Dieß Ha 5 .e ihn so schüchterngemacht, daß er sich in sein Zimmer verschloß, weiler nur da sich wvhlbesand und gesichert war. Desme»gen hielt man ihn für ungesellig, und fürchtete für dieZukunft, während er von seinem Vater, vielleichtdamals auch von dem König gehaßt, übecdieß aberdurch seine Tugend zurückgehalten und den Ränken ei-ner kühnen Cabale ausgesetzt war, die ein Interessehatte, ihn als ihren Feind anzusehen, und ihren An-hängern, welche den größten und mächtigsten Theildes HofeS ausmachten, mit denen er beständig um-gehen mußte, als solchen darzustrllen. So von allenseinen Umgebungen und endlich auch von der Welt imallgemeinen, als Welt, gehaßt, führte er ein umsoMehr düsteres Leben, da er ohnehin noch nicht im Lichte
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