Offiziere, reisten über Cambray, und hielten sich dortso lang als möglich auf. Der Erzbischoff hatte einenso eifrigen Hof, daß er, ungeachtet seiner Freude dar-über , hoch in Verlegenheit war, weil er den Tadel deSKönigs und hievyn Höfe Folgen befürchtete.
Man kann leicht denken, mit welcher Leutselig-keit, Bescheidenheit und feiner Beurrheilung er soviele Huldigungen annahm, und wie froh diejeni-gen waren, welche, schlau genug, schon seit längererZeit bey ihren Reisen nach Flandern ihn besucht undsich um seine Gunst bemüht halten. Die Sache mach-te wirklich viel Aufsehn; allein der Prälat wußte sichso richtig zu benehmen, daß weder der König, nochFrau von Mainkenon etwas über diesen Zulauf zu ihmäußerten, und die Sache wahrscheinlich nicht wißenwollten.
Der König, welcher die Herzoge von ChevreufeUnd Beauvisiiers, schon längst liebte und achtete, unddessen großes Vertrauen zu ihnen selbst durch die har-ten Stöße, wo sic sich zuweilen durchkreuzt hatten,nicht vermindert wurde, war über ihr neuerlich erhal-tenes Ansehn nicht ungehalten, entweder weil er nichtdavon unterrichtet war (was aber doch nicht wohl zuglauben ist), oder vielmehr, weil seine gute Meinungyon ihnen, ihm nicht benommen werden konnte. AuchFrau von Maintenon äußerte nichts hierüber.
Schon seit einigen Jahren hatte der Herzog vonBeauvilliers, den Herzog von Chevreuse bey demDauphin eingeführt, und diesen gewöhnt, ihn als EinePerson mit ihm anzusehen. Dis angeborne Geschmei-digkeit und der sanfte Geist des Herzogs von Che-vreuse, seine Kenntnisse, die Art, wie er diese benutz-te und äußerte, seine schwärmerischen Ansichten, wenn
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