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Hofleute hatten es bey ihnen nicht mit jenen schnellaufgeschossenen neuen Ministern zu thun, die in ei-nem Augenblick aus dem Staub hervorgezogen undan das Ruder des Staats gestellt, in Hyf- Angelegen-heiten eben so unwissend, als auf ihr Glück stolz zuftyn pflegen, und daher unfähig sind, niedrigen Schmei-cheleyen zu widerstehen, oder auch nur ihnen zu miß-trauen; da sie die Schwachheit haben, das ihremVerdienst zuzuschreiben, was nur ihrer Günstling-schaft gilt.
Diese Männer dagegen, ohne ihre äussere Bescherdenheit und Lebensweise im geringsten zu andern, such-ten diesen elenden Schmeicheleyen, mit denen sie be-stürmt wurden, so viel möglich auszuweichen, sich nuran ihre erprobte Freunde zu halten, beym König durcheine verdoppelte Aufmerksamkeit ein Gewicht, bey ih-rem Dauphin aber immer festeren Fuß zu bekommen,und ihn dahin zu leiten, daß er das scheinen sollte, waser wirklich war. Sich selbst aber gaben sie nie dasAnsehn, ihn leiten zu wollen, während sie ihn dahinzu bringen suchten, daß er sowohl an Achtung undherzlicher Anhänglichkeit als auch an äusserer Macht,sich gänzlich j von seinem Vater unterscheiden möchte.
Sie vergaßen auch nicht sich der Dauphine z»nähern, um wenigstens sie nicht weiter von sich zuentfernen, da sie ohnehin, wegen Verschiedenheit ihrerNeigungen und Handlungsweise, wie auch durch Fra;»von Maintcnon, von ihnen entfremdet war. Disihr zu streng scheinende Tugend dieser Männer, wo?von sie nur das Aeuffere kannte, machte sie wegen ihresEmflusses auf den Dauphin, besorgte Unmittelbarerfürchtete sie sie noch in einem delikateren Punkt vorihnen, der aber von der Art war, daß sie gerade des-wegen eine wahre Anhänglichkeit für sie hätte bekom-me»
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