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Marschälle von Frankreich/
in einem so hohen Krade die Freundschaft und das Ver-trauen des Loüvois und des Königs aewinnen konnte. DerKönig hatte ihm ein Zahr vorher sein Vorhaben, ihn zumMarsck'ail zu machen, eröffnet. Vauban hatte ihn gebetenin Erwägung zu zieh«, dag diese Würde nicht für einen.Menschen von seinem Stande gemacht scy, der nie seine Ar«wem commandiren könne, und der sie in Verlegenheit sehenwürde, wenn bey einer Belagerung der General ein wenigeralter Marschall als er wäre. Eine so grosswütbiqe Weigerungaus Gründen, die allein die Tugend an die Hand gab, ver«mehrte noch den Wunsch des Königs, sie zu krönen. Vau«ban hatte drey und fünfzig Belagerungen als Chef geführtund zwanzig davon in Gegenwart des Königs, der sich selbstzum Marschall von Frankreich zu machen glaubte und seineeigne Lorbeers ehrte, indem er Vauban den Marschallsstabgab; er empfieng ihn mit derselben Bescheidenheit, die ermit soviel Uueigennühigkeit gezeigt hatte. Alles gab dieserPromotion, zu der noch nie einer seines Standes vor ihmgelangt war und nachher auch nie gelangt ist, feinen Beyrfall. Ich sage nichts mehr von diesem wahrhaft berühmtenManne; cs wird sich anderswo Gelegenheit finden, von ihmzu sprechen.
Rosen.
Rosen war.von sehr altem Adel aus Licfland. Er warrin großer Äann, trocken, von bäurischem Ansehn, einemSkrauchdiäbe nicht unähnlich, ein Dein von einer Kanonen«kngel gelähmt oder vielmehr von dem dadurch verursachtenDruck der Äst, der ihn ganz mit fortgecisscn hatte. Einvortrefflicher rDfficier der Cavalierie, sehr tauglich sogar znFührung eines Flügels, dem aber als Chef der Kopf schtvin«dein würde, sehr brutal in der Armee und sonst überall au-ßer bey Tafel, wo er ohne alle Völlcrcy ftchs wohlschmeckenließ und seine Gesellschaft von Kriegsbegebcuhciten unter«hielt, die auf eine angenehme Weise belehrten. Er war ei«Wan» von grobem Aeußcrn, aber äußerst verschmitzt, dervortrefflich wußte, was er zu thun hatte, voll Verstand, Gerwandtheit und Anmuth in allem, was er sagte, wiewohl imallerschlechkesten Französisch, das er affectirte. Er kannte
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