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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
29
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«nd noch denselben Tag den Grafen von Horn enthaupten z»lassen; so nach Vollbringung der Gerechtigkeit und nach er-theiltem Verdammungsurlhetle zum Rade würde das Publi»kum befriedigt seyn, indem der Graf Horn genug durch denTod bestraft sey, und das Haus Horn und alle demselbenAngehörige würden, zu billig denkend, um die Begnadigungzu hoffen, die sie selbst an der Stelle des Regenten nicht er»»heilt haben würden, für die Rettung ihrer Ehre und derMittel, ihre Töchter und jünger» Söhne zu versorgen, ihmdankbar seyn. Der Herzog fand, daß ich Recht hätte, bil«ligke meine Meynung und sah ein, wie sehr sein Interessees fodere, so viel angesehene Leute gegen sich nicht zur Ver»zweiflung zu bringen, indem er doch gleichwohl der Ge»rechtigkeit und der Erwartung des Publikums genugthue, undversprach mir meinen Rath zu befolgen. Ich sagte ihm, daßich morgen Wegreisen würde und daß Law und Dübois, dieauf dem Rade bestünden, ihn hart angehen würden. Erversprach mir aber von neuem, auf der Milderung der Strafefest zu beharren, und sagte mir über diesen Punkt alles, wasich ihm darüber hätte weitläuftig sagen können. Ich erklärt«ihm, ich sey mit dem Hause Horn nicht verwandt, nocb inder geringsten Bekanntschaft oder Verbindung mit demselben,oder mit einem derer, die sich für dasselbe interessutcn; eSseyen lediglich Gründe uns Anhänglichkeit für seine Personund Interesse, das mich so sprechen hieß, und ich beschworihn bey diesem Entschluß zu beharren, da er das Worthcil«hafte desselben und die traurigen Folgen des Gegencheilcs ein»sähe, und sich nicht von dem falschen eigennützigen Räsonne»ment Laivs und des Abbe Dübois irre machen zu lassen, diesich einander die Hände bieten würden, um ihn zu ihren Ab»sichten zu bewegen. Er versprach es mir von neuem und daich ihn gut kannte, sah ich, daß er eS aufrichtig meynte.Ich beurlaubte mich und reiste den andern Tag ab. Was ichvorauSgesehn hatte, traf richtig ein. Dübois und Law derlagerten ihn und brachten ihn so gut herum, daß die ersteNachricht, die ich zu la Frete erhielt, war, daß der Grafvon Horn und sein Helfershelfer Mille auf dem Grevrpiatzlebendig gerädert worden und unter dem Rade gegen 4 Uhrdes Nachmittags, auf demselben Schaffst. nachdem sie vor«her auf der Folter gewesen seyen, ihren Geist anfgegeben hat«ten. Der Erfolg war der nämliche, wie ich ihn dem Herzog