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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
11
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Fleury.

chelte, den er einmal bey einer andern Gelegenheit benutzenzu können hoffte. Astes die,; ging zwischen ihnen unter demS-ble»er des tiefsten Geheimnisses vor und derDisckoff wucdedem Herzoge ganz ergeben. Alles dieß aber verbunden mitder e>kimren Abneigung des Königs gegen ihn und demgänzlichen Widerwillen, mit dem er ihn zum Bischofs ge-macht hatte, war nicht der Weg, um von ihm zum Erzieherseines Nachfolgers gewählt zu werden, 'cks er nach sechzehnZähren zum ersten Minister und zu einerHSHe gestiegen war,auf der er als unumschränkter erklärter Alleinherrscher herrscht,hatte er weder seinen Groll gegen Tore» vergessen, den eraber seit der ersten Acußcrung seiner Unzufriedenheit sorgfäfttig verborgen hatte, noch auch seine Anhänglichkeit an denHerzog von Savoyen verloren.

Vom Anfang an gab er ihm fortgesetzte Nachricht vonallem, was die Erziehung des Königs betraf. Er hat esmir selbst gestanden, indem er bekheuerte, daß dies; seinePflicht scy, baß der Herzog sein Großvater sey und er keinenVater habe als ihn. Als erster Minister fragte er ihn überdie Geschäfte um Nach und vertraute ihm zwey Zahre hinrdurch alle Geheimnisse. Auch dieß gab er mir zu verstehen,wiewohl nicht so ausdrücklich, wir jenes die Erziehung be»treffend. Es ist sein Großvater, sagte er mir wieder; derKönig ist noch jung, wir haben Frieden; der Herzog von.Savoyen ist der staatsklügste Fürst von Europa, er ist meinvertrauter Freund, ich habe ihm zu danken, daß ich Erzieherseines Sohnes wurde; ich besitze seit lange sein Vertrauen,er kann nicht anders, als sich für den König sehr intcressiren.Wen könnte ich mit mehr Grund und mit mehr Vorthcil inEuropa um Rath fragen! Endlich mmde er doch inne, daßder Herzog wohl fein Vertrauen besaß, aber er nicht daSVertrauen des Herzogs und daß er ihn aus das grausamstemißbrauchte und betrog; die Eigenliebe brauchte lange Zeitum sich zu überzeugen, aber endlich war er es «nd er sahmit einem Blicke den Abgrund, dem er nahe stand. Erschwieg still, um nicht die Schande einer so plumpen Täurschung zu haben, aber brach schnell das Verhältnis; ab undkonnte es ibm nie verzeihen. Er lies; ihm seine Rache füh«len, bey seiner Gefangennchmimy durch seinen Sohn. Erließ nie geschehn, daß der König das geringste für düsenGroßvater, für diesen einzigen Water lhat, nicht einmal die

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