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eilte so wenig als möglich sich in Frejus eiüznschliesien; ermußte aber gieicbwohi dahin abgehen. Die nun folgendenfünfzehn oder sechzehn Jahre ferner Lebcnsgeschichke liegennicht in meinem Gesichtskreise; aber seine Geschichte. nach«dem er Kardinal geworden war und mehr als unumschränkterKönig als wie ein Minister herrschte, kann der Historikernicht übergehen- Indessen will ich doch die Anekdote vomHerzog von Savoyen nicht fehlen lassen.
Dieser Fürst kam auf seinem Marsche zur Belagerungvon Toulon nach FrejiiS,. , Der Bischofs, der uns jetzt so un-umschränkt und unverhohlen unter dem Namen des Kardi-nals Fleury beherrscht (denn ich schreibe dieß unter seiner Re-gierung), bewirchete ihn in seinem btschöfflichen Pallast, wieer nicht umhin konnte. Der Herzog überhäufte ihn mitEhre und Freundschaftsbezeigungen, Md der arme Bischofs,der sowohl gern zu täuschen, als getäuscht zu werden pflegte,wurde von dieser gnädigen Behandlung so trunken, daß erseinen bischöfflichcn Ornat anlcgte, dem Herzog tn die Thüreder Kathedraikirche das Weyhwaffcr und den Weyhrauch cni-gegcnbrachte und daselbst das Te Deum für die Einnahmevon Frejns anstimmcn ließ. Er genoß einige Tage der spöt-tischen Gnaden - und Dankesbezeigungen des Herzogs füreine Handlung, die-seiner Pflicht und seinem Schwur soganz entgegen war, daß der Herzog selbst sie nicht zu verlan-gen gewagt hätte. Der König war aber darüber so aufge-bracht, daß Torry, der intime Freund des DischvffS, alleMühe hatte, einen Ausbruch zu verhüten. Fleury , der dießwußte und nach geschehener That seinen Fehler einsah, undwie schwer er bey dem Könige wieder gut zu machen sry,wohl fühlte, nahm es Torcy übel, daß er den Vorfall demKönige habe wissen lassen, als wenn es möglich gewesenwäre, eine Handlung geheim zu halten, die so auffallendund so öffentlich war, und deren sich der Herzog von Savoyenso rühmte; was aber der Bischofs dem Minister am wenigstenverzieh, war die Offenheit, mit der er gegen den König da-von gesprochen habe, als wenn er das auf dem Platze, dener einnahm, Härte umgehen können. Der Bischofs, dem dieBehandlung des Herzogs von Savoyen aus das äußerste ge«schmeichelt hatte, cuitivirte ihn nachher beständig; und dsrHerzog, der das unerheblichste aufgriff, enviedcrte ihm im-mer so« daß er der Thorhrir eines Grenz,BischoffS schmei-chelte,