Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
 

8

Fleury.

um seine Steile aus Verdruß niederzuleqen, und fie ohneHoffnung zu behalten, war die äußerste Verachtung.

Sein Vater war Zchnreneinnehmer der Dioces von Lotbeva. Er hatte sich ourw gte Kanmerdienet des KardinalBonzi emvorgeholsen, dessen Prote.lion er zur Zeit seinerGunst am Hofe. wo er aüe< in Languedoc vermochte, zu er«halten gewußt hatte.

Der Abbe Flenry war in seiner Jugend ein sehr schönertvvhloewachsener MaiM, wovon ihm auch sein ganzes Lebe«hindurch die Spuren geblieben sind. Er gefiel dem gutenKardinal, und dieser nahm sich seiner an und machte ihnzum Kanonikus der Kirche von Montpellier, wo er im I.1674 zum Priester ordrnirt wu-de, nachdem er in Parisstudire hakte, so wie man auf den Pachböden der kleinenwohlfeilen Schulen studirt. Der Kardinal Bonzi, der Groß«Zlumonier der Königin war, machte sich« zum Geschäft, ihmvon ihr eine Stelle als Anmonier zu verschaffen, was sehrsonderbar schien. Das Angenehme seiner Gestalt gewann dieGemülher; er betrug sich bescheiden. lenksam, geschmeidig;er machte sich Freunde und Freundinnen und schlich sick sounter Protection des Kardinals Bonzi in die Weil ein. DieKönigin starb »nd der Kardinal erhielt für ihn eine Stelleals Anmonier des Königs; man hielt sich viel darüber auf,aber man gewöhnte sich an alles. Der ehrerbietige Fieury,der durch Laune und Talente, vielleicht aber noch mehr durchseine Gestalt zu gefallen wußte, dessen Bescheidenheit, Mysti»eismuS und Glaubensbekenntnis? Zutrauen gab» gewann tM«wer mehr festen Fuß und er Harke das Glück, das er mit-Klugheit benutzte. anfangs geduldet und sodann in den bestfern Gesellschaft»» des Hofes ausgenommen zu werden undfick Vescküher und vornehme Freunde an angesehenen Perserneu, Männern und Frauen, an Ministern »nd Männer»von den ersten Chargen und vom ersten Credit z» erwerben.Er batte Eingang bei, Hrn. von Seigneley 5 bey Hrn. vonCroissn, nachher bey Hrn, Pomponne und Hrn. von Torcvwar er einheimisch; in der That spielte er überall keine großeRolle, und er mußte oft den Mangel der damals noch nichterfundenen Schellen ersehen. Der Marfchall von Viilercwuno leine tzrau harren ihn oft bey sich, die Noailles's äußersthäufig: und er hatte die Klugheit sich an die bessern mrd

«usger